„Wir müssen auf Wohlstand verzichten“ [?]

Markus Peters im Interview mit Eva Schumacher

„Frau Schumacher, Sie haben sechs Jahre in Syrien gelebt und für die Europäische Union gearbeitet. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?“

Eva Schumacher: „Man kann kaum noch beurteilen, wer gegen wen kämpft. Verschiedene Stellvertreterkriege werden gleichzeitig geführt. Die wirtschaftliche Lage, die sich – mit Hilfe der EU und Auslandskapital aus China und den Golfstaaten – bis 2011 deutlich zum Besseren entwickelt hatte, ist desolat. Die Kriegswirtschaft und die harten Wirtschaftssanktionen der EU haben dazu geführt, dass die Kernindustrie weggebrochen ist. Die Arbeitslosigkeit ist dramatisch angestiegen. Alles das verschlimmert die ohnehin angespannte Lage noch. Zudem hat Syrien im arabischen Raum eine geografische Schlüsselposition inne. Seine Destabilisierung führt zu einem Flächenbrand in der gesamten arabischen Welt. An diesem Punkt stehen wir jetzt.“ (…)

„Dabei ist Syrien nur Teil eines größeren Problems in der gesamten arabischen Welt. Die Flüchtlingsbewegung hat nichts mit einer Naturkatastrophe gemein, die quasi über Nacht über Europa hereingebrochen ist.

Was meinen Sie, wenn Sie sagen, das Problem sei größer?

Die derzeitige Flüchtlingspolitik der Bundesregierung berücksichtigt die tatsächliche Sachlage zu wenig. So wird in der Debatte vernachlässigt, dass die demografische Entwicklung eine der Hauptursachen für die zunehmenden sozialen, politischen und religiösen Spannungen ist. Die syrische Bevölkerung ist zwischen 1950 bis 2015 von etwa 3,6 auf 21 Millionen Menschen angewachsen. 75 Prozent der arabischen Bevölkerung ist im Alter unter 35 Jahren. Die Folge ist ein Millionenheer an jungen Menschen ohne wirtschaftliche Perspektive. Diese jungen Menschen fühlen sich um ihre Chance zur wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe betrogen. Und das gilt beileibe nicht nur für Syrien, sondern für einen großen Teil des arabischen Raums.

Das heißt, dass die Menschen, die aus Syrien nach Deutschland fliehen, quasi Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge zugleich sind?

Das sind sie. Deshalb entbehrt die Vorstellung, dass der größte Teil freiwillig in seine Heimat zurückkehren wird, wenn der Bürgerkrieg eines Tages beendet sein sollte, jeder Grundlage.“ (…)

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-%E2%80%9EWir-muessen-auf-Wohlstand-verzichten%E2%80%9C-_arid,1410904.html

Kommentar GB:

Es  bleibt in unseren Medien und in der Politik konsequent ausgeblendet, daß die reichen Golfstaaten, die in Europa als Finanzinvestoren und Käufer von Rüstungsgütern sowie als Moscheebaumeister präsent sind, NULL Flüchtlinge oder Migranten aufzunehmen bereit sind, aber mit stiller Zustimmung der USA erwarten, daß Europa die finanziellen und sozialen Lasten der Migration trägt, während es gleichzeitig planmäßig islamisiert wird. Und die europäischen Eliten lassen das zu und billigen das; es wird von ihnen alles getan, um ein europäisches Dhimmitum zu schaffen, indem die schleichende Unterwerfung unter den Islam und seine rechtsradikale, also herrschaftssichernde Sozialdoktrin systematisch betrieben und gefördert wird. Daher das absurde linkspopulistisch-mediale Gezeter über „Islamophobie“, während doch Religionskritik im allgemeinen und Islamkritik im besonderen das Gebot der Stunde ist.