Medienspiegel

Zur Notwendigkeit der Islamkritik

„Grundsatzerklärung

„Siehe, schlimmer als das Vieh sind vor Allah die Ungläubigen, die nicht glauben (wollen)“ (Koran, Sure 8, Vers 55)   –  [Hervorhebung GB]

Der Grundfehler der gesamten bisherigen Islamdiskussion in Deutschland und Österreich besteht darin, dass mit einem völlig oberflächlichen, unkritischen und unwissenschaftlichen Religionsbegriff operiert wird. Auf diese Weise erhält der Islam gänzlich unhinterfragt die Weihe der Legitimation.

Tatsächlich aber besitzt der Islam weder den Status einer spirituellen Privatreligion noch lässt er sich auf seine rituellen Aspekte (fünf Grundsäulen) beschränken. Vielmehr verkörpert er eine ganzheitliche, d. h. sämtliche Lebensbereiche umfassende Vorschriftenreligion, die in ihrem normativen Gesamtgerüst eine vormodern-autoritäre Herrschaftsordnung festlegt.
Im Einzelnen verstößt die orthodox-islamische Glaubenslehre u. a. gegen folgende menschen- und grundrechtliche Prinzipien:

  1. Die Gleichberechtigung von Muslimen und Nichtmuslimen
  2. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau
  3. Die freie Wahl einer Weltanschauung
  4. Das Recht auf freie (auch religionskritische) Meinungsäußerung
  5. Das Recht auf freie Partnerwahl
  6. Das Recht auf sanktionslosen Religionswechsel und Religionsaustritt
  7. Das Recht auf diskriminierungsfreie sexuelle Orientierung

Im Gegensatz zum Christentum und zum Judentum hat der Islam und der von ihm geprägte Herrschaftsraum noch keine durchsetzungsfähige Aufklärungs- und Säkularisierungsbewegung hinnehmen und verarbeiten müssen. Dementsprechend ist auch die absolute Deutungs- und Normierungsmacht des Islam noch weitgehend ungebrochen und die Trennung von Religion, Staat und Recht noch nicht realisiert worden. Aus diesem normativen Gegensatzverhältnis zwischen säkularisierter Gesellschaft und islamischer Herrschaftskultur leiten sich dann auch eine Vielzahl von Integrationsdefiziten ab, die für zugewanderte orthodoxe und streng gläubige Muslime kennzeichnend sind. Es ist ein Grundanliegen der KAFIR, dass diese grundsätzlichen Unterschiede zwischen einer religionsbestimmten und einer aufgeklärten Gesellschaft in der Debatte nicht verschwiegen werden dürfen.

Hinzu kommt, dass die gegenwärtige Diskussion über das Thema Islam vom politischen Rechts-Links-Schema beherrscht wird. So versuchen rechtslastige – bzw. auch eindeutig rechtsextreme – politische Gruppen mit dieser Thematik die diesbezüglichen Ängste und Emotionen der Bevölkerung für ihre oftmals demokratiefeindliche und menschenverachtende Anti-Ausländer-Propaganda zu nutzen. Gleichzeitig treten pseudolinke Islamapologeten in Erscheinung, die mit Unterstützung der Mainstreammedien die Rolle von ideologischen Bodyguards dieser extrem autoritären und menschenrechtsfeindlichen Herrschaftskultur übernehmen.

Auf der einen Seite finden sich also fremdenfeindliche Vorurteile und unzulässige Ver-allgemeinerungen, auf der anderen Seite hingegen eine schon beinahe religiös-dogmatisch anmutende Multi-Kulti-Ideologie. Letztere unterstützt mit ihrer Verleugnungs- und Beschwichtigungspolitik nicht nur die Etablierung vormoderner und menschenrechtswidriger religiöser Ideologien, sondern trägt mit ihren absolut unglaubwürdigen Diffamierungskampagnen entscheidend dazu bei, dass rechte antiislamische Gruppen auch aus dem linken und bürgerlichen Lager stetig Zulauf erhalten.

Von den Medien weitgehend unbeachtet hat sich allerdings auch eine (politisch unabhängige) säkular-humanistische Islamkritik konstituiert, die sich von der herrschenden Islamapologetik sowie von der rechts- und linkspopulistischen Propaganda klar und deutlich distanziert und für eine wissenschaftliche sowie evidenzbasierte Behandlung dieser essentiellen gesellschaftlichen Fragen eintritt. Diese „dritte Kraft“ vertritt Positionen, die von einem Großteil der Bevölkerung (oftmals weitgehend unabhängig von der sonstigen religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung) unterstützt werden. Es ist daher erforderlich, dass sich diese Kräfte der humanistischen Aufklärung organisieren und somit auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden können.

Unsere Bündnisplattform versteht sich als Zusammenschluss dieser aufklärerischen Kräfte, die sich uneingeschränkt zu den Menschenrechten bekennen und für die Vollendung der Säkularisierung in Deutschland und Österreich eintreten. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Islam ist für uns untrennbarer und zunehmend bedeutsam gewordener Bestandteil einer allgemeinen Religionskritik, die das Religiöse in seiner Eigenschaft als Legitimationsinstrument zwischenmenschlicher Herrschaftsverhältnisse fokussiert und sich gegen die staatliche Privilegierung der monotheistischen Religionsgemeinschaften wendet.

Unser Grundanliegen ist es, die weitgehend nur partiell bzw. falsch informierte Öffentlichkeit über gesellschaftliche Zusammenhänge und Hintergründe der islamischen Herrschaftskultur aufzuklären sowie die oftmals realitätsverzerrenden und hochgradig manipulativen Strategien der Islamapologeten zu thematisieren. In einer scharfen Abgrenzung zur rechts- und linkspopulistischen Propaganda und den damit verbundenen medialen Verleumdungs- und Hetzkampagnen soll hier ein Netzwerk der Aufklärung geschaffen werden, in welchem Probleme und Herausforderungen sachlich und faktenorientiert thematisiert sowie Lösungen für offensichtliche Fehlentwicklungen erarbeitet werden.

Treten wir gemeinsam ein für die Werte der Aufklärung und die Grundprinzipien der kulturellen Moderne.“

Kommunikations- und Aufklärungsplattform für islamspezifische Religionskritik

Quelle:

http://www.gam-online.de/text-Kafir-grund.html