Medienspiegel

Der neue Dirigismus und der Gender-Irrsinn

Albert Wunsch

(…) „Ein Plädoyer für eine gerechtere Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit und gegen staatlichen Gender-Dirigismus.“

„Dazu ein Zitat von ZEIT-Redakteurin Susanne Gaschke: „Familienpolitiker sollten aufhören, in etwas fahrlässiger Weise den Aberglauben zu propagieren, eine totale Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei sowohl mach- als auch wünschbar.“ Sie unterstreicht, dass Familie und Beruf sich fast gegenseitig ausschließen, da beide Sphären einen zu grundlegenden Anspruch für sich erheben. So ist es nicht verwunderlich, dass in einem ‚Generationen-Barometer’ verdeutlicht wurde, dass die elterliche Erziehung zwar hohen Anforderungen zu entsprechen habe, dass aber deren gesellschaftliche Anerkennung viel zu gering sei.

Der Irrsinn von Gender

Aber bei den tonangebenden Politikern scheint für die Aufnahme dieser Fakten kein Hirnareal verfügbar zu sein. So forderte der Europäische Rat in Barcelona eine Intensivierung der Beschäftigungsstrategie, um das Ziel der „Gleichstellung der Geschlechter“ durch eine möglichst vollzeitige Erwerbtätigkeit der Frauen zu erreichen. Das „Barcelona-Ziel“ ist aber nur zu erreichen, wenn die „traditionellen, familiären Strukturen und Rollenmuster“ aufgelöst werden. Dazu muss der Mensch selbst geändert werden, und zwar mit der Methode des Gender Mainstreaming.

Diktatorischen Politikverständnis?

Die Zielsetzung der Politik, dass durch politische Maßnahmen die Beschäftigungsfähigkeit von Müttern an das Niveau ihrer kinderlosen Geschlechts-Genossinnen heranzuführen sei, ist im Zusammenhang der hier verdeutlichten Aspekte als kontraproduktiv zu bezeichnen. Wie kommen – sich demokratisch gebende – Politiker eigentlich zu einem solch diktatorischen Politikverständnis?

Handeln sie nach der Devise: ‚In Freiheit gewählt ist eine gute Voraussetzung, um anschließend die eigene Ideologien, wie Menschen als Geschlechtswesen und als Familie zu leben haben, per Zwang umzusetzen’? ‚Oh, was soll eine solche Kritik’, werden viele Politiker brüskiert einbringen, – ‚wir wollen nur erweiterte Wahlmöglichkeiten schaffen. Und um beim dummen oder unentschlossenen Volk nicht zu viel Entscheidungsunsicherheit entstehen zu lassen, werden die von uns favorisierten Lebensmodelle halt mit kräftigen Subventionen oder Prämien attraktiv gemacht’.“ (…)

http://www.theeuropean.de/albert-wunsch/11224-was-macht-eine-taetigkeit-zum-beruf