Medienspiegel

„Die Welt gerät aus den Fugen“

Veröffentlicht
Florian Rötzer 02.08.2016

„Nach einer Umfrage haben viele Deutsche Angst, mehr als die Hälfte macht Merkels Politik für die jüngsten Anschläge und Amokläufe mit verantwortlich.“

„Nach den ersten Anschlägen in Deutschland, die der so genannte Islamische Staat sich zuschreibt und die Täter als „Soldaten des Kalifats“ bezeichnet, scheint in Deutschland die Angst angekommen zu sein. Zum Hintergrund gehört auch der Amoklauf des 18-jährigen Deutsch-Iraners in München, vielleicht auch der von einem jungen Syrer an einer polnischen Frau begangene Mord in Reutlingen. Die Medien walzen mit einer breiten Berichterstattung solche Vorfälle aus, damit werden nicht nur Informationen, sondern eben auch Stimmungen wie Angst verbreitet, was auch das Ziel eines jeden terroristischen Anschlags ist. Politiker sind gezwungen darauf zu reagieren oder nutzen die Ereignisse für ihre politische Agenda, beispielsweise der Forderung nach Einsatz der Bundeswehr im Inneren, was ebenfalls der Verstärkung der Stimmung dient.

In der neuesten Ausgabe des IS-Magazin Dabiq wird allerdings bedauernd bemerkt, dass die Menschen trotz der zahlreichen Anschläge noch nicht sonderlich beeindruckt zu sein scheinen. Die Anschläge seien nicht nur effektiv, der IS vergleich die Zahl der ums Leben gekommenen Selbstmordattentäter mit der Zahl der von ihnen getöteten Menschen, sie sollen auch irgendwie davon überzeugen, dass man zum Islam konvertieren soll. Warum dies nicht geschieht, wird mit der Argumentation begründet, die man auch sonst gerne hört, beispielsweise vom Westen der die Menschen von der russischen Propaganda betäubt sieht. Für den IS gehen die Betäubung und Umnebelung der Köpfe, die die vom IS propagierte Wahrheit nicht sehen können, vom Aberglauben, der Sünde, dem Liberalismus oder Feminismus aus (Der Islamische Staat auf Missionierungstrip).“ (…)

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