Medienspiegel

Kein Fortschritt beim sozialen Zusammenhalt in Europa

Veröffentlicht

Michael Dauderstädt und Cem Keltek, 5. August 2016

„Europas politischer Zusammenhalt bröckelt – nicht zuletzt angesichts der Krise des sozialen Zusammenhalts. Menschen aus armen Ländern strömen in reichere, in denen viele ihre Einkommens- und Lebenschancen durch die Immigration bedroht sehen. Diese Befürchtungen vermischen sich mit Zorn und Frustration über die steigende gesellschaftliche Polarisierung. In der Europäischen Union (EU) bestätigen die aktuellen Daten für 2014 den besorgniserregenden Trend, der seit 2011 zu beobachten ist: Die Einkommensungleichheit hält sich hartnäckig auf dem Niveau, auf das sie 2010 angestiegen war. 2009 hatte sie nach deutlichen Fortschritten in den Vorjahren ihren niedrigsten Wert erreicht.“ (…)

(…) „Die schwache Wachstumsdynamik der EU, vor allem der Eurozone, hängt zu sehr am unsicheren Tropf der Exportüberschüsse. Ein großer Wirtschaftsraum wie Europa sollte eigene produktive Kreisläufe in Gang setzen, bei denen für die heimische Nachfrage produziert wird, wobei die Beschäftigung und Einkommen entstehen, aus denen die notwendige innere Kaufkraft resultiert. Wohlstand entsteht nicht durch die Anhäufung von Forderungen ans Ausland, sondern durch Investitionen und Konsum zuhause.“

Dieser Text ist eine gekürzte Version einer Kurzstudie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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