Medienspiegel

Merkels Aufruf: Loyal bis auf den Pass?

Der Multikulturalismus ist gescheitert. Ein Mythos der Ausländer- und Integrationspolitik aber lebt weiter. An ihm will auch die Kanzlerin nicht rühren. Ein Kommentar.

23.08.2016, von Berthold Kohler

„Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln“ – ein solcher Satz aus dem Munde einer Bundeskanzlerin hätte noch vor zwei Jahrzehnten zu einem weit größeren Aufschrei geführt, als er jetzt zu hören ist. Selbst die Forderung, Kinder mit ausländischen Wurzeln sollten möglichst schnell und gut Deutsch lernen, galt damals in linken Kreisen als kryptofaschistische Menschenrechtsverletzung. Denn seinerzeit sollte das den Gesellschaftsingenieuren allzu deutsche Wesen noch am Multikulturalismus genesen.

Dessen Scheitern ist inzwischen in allen größeren deutschen Städten zu besichtigen. Viele Irrungen und Wirrungen in der Ausländerpolitik und eine Leitkulturdebatte später scheint sich endlich die Ansicht durchgesetzt zu haben, dass die entstandenen Parallelgesellschaften nicht dadurch am Wachsen und Verfestigen gehindert werden können, dass sich die autochthonen Deutschen an die dort herrschenden Gesetze und Gebräuche anpassen. Die unvermeidlich mit der Einwanderung einer großen Zahl von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen verbundenen Probleme und Konflikte sind vielmehr nur dann bewältigbar, wenn die Migranten die Grundwerte und Grundregeln des deutschen Gemeinwesens akzeptieren. Wer das nicht will, der hat in Deutschland nichts zu suchen, insbesondere dann nicht, wenn hinter dieser Weigerung eine Verachtung des westlichen Wertegebäudes oder gar seine aktive Bekämpfung stehen.“ (…) (Hervorhebung GB)

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkels-aufruf-loyal-bis-auf-den-pass-14402737.html

Kommentar GB:

Nun, dann müßte, sobald wie eben möglich, ein Repatriierungsprozeß eingeleitet werden, und zwar vermutlich für eine recht große Zahl.

Denn  die Anzahl jener, die für eine Verachtung des westlichen Wertegebäudes oder gar seine aktive Bekämpfung stehen, deren Zahl dürfte sehr hoch sein und vermutlich im siebenstelligen Bereich liegen. Denn der Islam verbietet eine Integration von Muslimen in eine nicht-muslimische Gesellschaft. Der sich selbst integrierende Muslim ist daher die Ausnahme, der sich nicht integrierende Moslem hingegen ist die Regel. Und weil der Islam eine reaktionäre politische Ideologie ist, die Religion und Politik nicht trennt, deshalb gehört der Islam nicht zu Deutschland und Europa, und deshalb ist er mit dem deutschen Grundgesetz und mit den Menschenrechten unvereinbar.