Medienspiegel

Österreichs Außenpolitik führt Deutschland vor

Entfremdung zwischen Berlin und Wien

von Ferdinand Knauß

„Die Alpenrepublik macht außenpolitisch vor, was sich Merkels Kritiker vergeblich von Deutschland wünschen. Denn Außenminister Kurz und Kanzler Kern beweisen, woran es in Berlin mangelt: Bereitschaft zur Kurskorrektur.

Als 2013 ein 27-Jähriger zum österreichischen Außenminister ernannt wurde, munkelten manche Analysten, dass das Alpenland offenbar auf eine eigene Außenpolitik verzichten wolle. Doch das Gegenteil ist eingetreten. Sebastian Kurz, der in wenigen Tagen seinen 30. Geburtstag feiert, und die Rückkehr Österreichs als europäischer Akteur gehören zu den erstaunlichen Phänomenen der jüngsten Zeit.

Kurz und der neue Bundeskanzler Christian Kern prägen mit selbstbewussten Worten die aktuellen Debatten in der EU: Viel deutlicher als in anderen Hauptstädten, geschweige denn in Berlin, wies man die türkischen Drohungen, das Flüchtlingsabkommen zu kündigen, zurück. Nun hat Kern offen gefordert, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beenden. In dem er diese als „hohl“ und die angebliche Beitrittsperspektive als „Fiktion“ und „Ding der Unmöglichkeit“ bezeichnete, sprach er offen aus, was in Berlin und Brüssel meist hinter umständlichen Sprachverrenkungen verpackt wird. Auch dort kann kaum jemand eine Erdogan-Türkei tatsächlich aufnehmen wollen. Aber die Furcht vor dem Platzen des Flüchtlingsdeals lähmt die Zungen.“ (…)

http://www.wiwo.de/politik/europa/entfremdung-zwischen-berlin-und-wien-oesterreichs-aussenpolitik-fuehrt-deutschland-vor/13977180.html

Kommentar GB:

Die Haltung Berlins ähnelt verdächtig einer politischen Konkursverschleppung.

Vor allem wären die unterliegenden Illusionen aufzudecken, und die

proislamische Beschwichtigungspolitik

wäre zu beenden, und ebenso die „Dialogpolitik“ von EU und OIC.

http://www.oicun.org/2/23/