Medienspiegel

Populismus? Rechtspopulismus? Linkspopulismus?

Kritik der „Postmodernen Linken“

Günter Buchholz

Kaum ein Wort hört oder liest man in den Medien so häufig wie den Begriff „Rechtspopulismus“, obwohl in den jeweiligen Sachzusammenhängen fast immer völlig unklar bleibt, was erstens „Populismus“ und was zweitens „rechts“ sein soll, oder, ganz genauso, was „links“. Hinzu kommt, daß der Begriff Rechtspopulismus immer als Vorwurf und als negatives Etikett verwendet wird, aber eine Begründung dafür fehlt und wird durch den anklagenden oder diffamierenden Tonfall ersetzt. So kann man die vermeintlich Dummen manipulieren, meint man wohl, ohne eine Begründung nennen zu müssen, eine Begründung, an der es tatsächlich fehlt.

Der Begriff des Rechtspopulismus setzt voraus, daß es auch den Begriff Linkspopulismus geben muß, aber dieser wird so gut wie nie verwendet, weil die negativen emotionalen Konnotationen, die in der öffentlichen Propaganda dem Populismusbegriff beigemengt werden, dann unvermeidlich auch auf die zurückfielen, die den Begriff oft, gerne und immer vorwurfsvoll verwenden.

Aber logisch gibt es keinen Rechtspopulismus ohne Linkspopulismus. Was tatsächlich zu beobachten ist, das ist, daß Linkspopulisten alle jene, die ihre Weltsicht und Programmatik nicht teilen, also alle Nicht-Linkspopulisten, vorwurfsvoll und pauschal als Rechtspopulisten bezeichnet, die zugleich als solche diffamiert werden.

Wir halten fest: Linkspopulisten bezeichnen also alle Nicht-Linkspopulisten als Rechtspopulisten, um ihnen damit implizit vorzuwerfen, keine Linkspopulisten zu sein, so wie sie selber es sind.

Aber was gilt jenen, die Linkspopulisten sind, aber so nicht benannt werden wollen, als „links“?

Erstens sicherlich der Feminismus/Genderismus mit seiner Prägung durch die postmoderne (französische) Philosophie, zweitens die homophile Politik zwecks Normalisierung der Homoerotik, drittens, paradoxerweise, die Islamophilie. All das wird als „links“ bezeichnet. Aber warum?

Tatsächlich hat nichts davon mit dem, was historisch gesehen politisch links war, d. h. mit der theoretischen und praktischen Kritik der kapitalistischen Produktionsweise, sozialgeschichtlich mit der Entwicklung der Arbeiterklasse innerhalb dieser Produktionsweise und womöglich über sie hinaus, noch irgend etwas zu tun.

Erstens: Feminismus/Genderismus führen zu objektiv rechten Politiken, weil sie u. a. in einer Privilegierungspolitik für Frauen zu Lasten von Männern resultieren.

Zweitens: die Normalisierung der Homoerotik ist ebenfalls ein objektiv rechtes Projekt, weil in ein entsprechendes geopolitisches Konzept der Bevölkerungspolitik eingebunden ist.

Drittens: Islamophilie ist erstens Ausdruck der irrig für harmlos gehaltenen Expansionswünsche der OIC, zweitens eine selbstbetrügerische Maskierung des alten Antisemitismus, drittens, aufgrund der objektiven Merkmale des Islam, eine profaschistische, also rechtsradikale Politik.

Und all dies wird in der Öffentlichkeit nun von Linkspopulisten irrig oder schwindelhaft mit dem Etikett vermarktet, das sei politisch links. Aber eine gesellschaftlich relevante Linke im eigentlichem Sinne gibt es längst nicht mehr. Was es gibt, das sind Leute, die verschiedene rechte Politiken vorantreiben und sich selbst als Linke i. w. S. wahrnehmen, und die sich gegen die anderen, die (bösen) „Rechtspopulisten“ abgrenzen, weil sie sich selbst als „die Guten“ wahrnehmen, was zur Spottbezeichnung der Gutmenschen, also der Linkspopulisten,  geführt hat.

Aber es sind die Nicht-Linkspopulisten,  oder die „Rechtspopulisten“, die Front machen

gegen die profaschistische Islamisierung der Gesellschaft,

gegen die Normalisierung der Homoerotik, und

gegen die Privilegien und Absurditäten von Feminismus/Genderismus,

nicht diejenigen mit der Falschdeklaration „Linke“.

Für sie hat Lucas Schoppe den treffenden Begriff „Postmoderne Linke“ vorgeschlagen.

Aber diese „Postmoderne Linke“ steht eben gar nicht links, sondern – objektiv – rechts!

Was sie aber nicht wahrhaben will …

Wie die Linke herrschaftsdienlich wurde

Dies als Einleitung zu:

http://www.sueddeutsche.de/politik/alternative-fuer-deutschland-der-neue-rechtspopulismus-1.3120425

Anmerkung:

Summe der Fehler der etablierten Parteien = Erfolg der AfD

Der Erfolg der AfD erklärt sich somit nicht aus dieser Partei, sondern aus den Fehlern der etablierten Parteien. Ohne diese Fehler gäbe es gar keine AfD.

Eine selbstkritische Fehlerdiskussion steht daher für die etablierten Parteien auf der Agenda.

Anhang:

Daddschāl

(…)

„Verwendung des Begriffs im politischen Kontext

Die Fatimiden, deren erster Kalif sich als Mahdi präsentiert hatte, bezeichneten jenen Feind als Daddschāl, der ihr Reich in den Jahren 944 bis 946 mit seinen Ifriqiya verheerenden Kriegern fast vernichtet hätte: den auf einem Esel reitenden, charidschitischen Berberführer Abu Yazid.[2]

Im Zuge einer Annäherung von Nationalsozialismus und Muslimbruderschaft sowie der Aufstellung muslimischer Freiwilligeneinheiten durch Mohammed Amin al-Husseini während des Zweiten Weltkriegs wurde im Reichssicherheitshauptamt ernsthaft untersucht, ob man Adolf Hitler den Muslimen als Messias, den unmittelbaren Vorläufer des Mahdi, präsentieren soll und die Juden dementsprechend als Daddschal. Die Abt. VI C 13 unter Walter Schellenberg schrieb an Himmler, dass ihre „Forschungsstelle Orient“ jetzt ein Flugblatt in Arabisch verfasst habe, an dessen Anfang und Ende in Koranversen vom Daddschāl die Rede ist, dem falschen Erlöser, der vom wahren Messias getötet werden wird. Im Text erfolgt eine Gleichsetzung des Messias mit dem „Führer“ und der Juden mit dem Daddschāl.[3]“

(Hervorhebung GB)   –  (…)

https://de.wikipedia.org/wiki/Daddsch%C4%81l