Medienspiegel

Scharia in Indonesien: Ausgepeitscht und angegafft

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Von    –   09. August 2016

„In der indonesischen Provinz Aceh regiert die Scharia – und mit ihr eine barbarische Bestrafungspraxis. Gegen die Scharia-Hüter regt sich Unmut in der Bevölkerung.

(…) „108 Fälle von öffentlichen Auspeitschungen registrierte die Menschenrechtsgruppe Amnesty International im Jahr 2015 und verzeichnete damit einen starken Anstieg der demütigenden öffentlichen Bestrafung. Vor ein paar Jahren gab es in der ganzen Provinz gerade mal 40 öffentliche Bestrafungen. Im Jahr 2014 war den religiösen Eiferern nach sechs Monaten bereits das Geld für die Strafaktionen ausgegangen.

Inzwischen kennt die Scharia-Polizei offenbar keine Grenzen mehr. Die Auspeitschungen haben System. „Zuerst hatten wir die Phase der Eingewöhnung“, erklärt die Scharia-Polizistin Rahma Daniati in Aceh Besar, „dann kam die Erziehungsphase. Jetzt sind wir in der Phase der Bestrafung. Wer gegen die Regeln verstößt, muss bestraft werden.“

Das gilt mittlerweile auch für die Christen und Chinesen, die auf der „Terrasse Mekkas“ leben. Im April erhielt eine 60-jährige Christin 28 Stockhiebe, weil sie trotz Verbots in Aceh Alkohol verkauft hatte. Stolz meldete ein Behördensprecher: „Das war die erste Nicht-Muslimin, die laut Scharia bestraft wurde.“

Ein paar Touristinnen aus Deutschland kamen im April mit ein paar strengen Ermahnungen durch die Scharia-Polizei davon. Die jungen Frauen hatten sich in knappen Bikinis an einem der malerischen Strände in der Sonne geaalt, die im Jahr 2004 von einem verheerenden Tsunami überschwemmt worden waren. Der Auftritt wäre den konservativen Bewohnern auch ohne die Religionswächter schwer aufgestoßen.“  (…)

http://www.fr-online.de/panorama/scharia-in-indonesien-ausgepeitscht-und-angegafft,1472782,34600858.html

Kommentar GB:

Es gibt keinen Islam ohne Scharia. Der Islam ist das Problem.