Medienspiegel

Was kommt nach Merkel?

Von Anabel Schunke

Deutsche scheuen die Veränderung, haben Angst vor Instabilität, die sie einst so viel gekostet hat. Nun wird uns die jetzige Tatenlosigkeit, das Verharren in der Schockstarre weit mehr kosten als kurzfristige Umwälzungen. Zeit für nach Merkel.

http://www.rolandtichy.de/meinungen/was-kommt-nach-merkel/

Kommentar GB:

In der gegenwärtigen Lage und angesichts des verfügbaren, eher kümmerlich oder problematisch wirkenden Personals aller Parteien ragt aus meiner Sicht derzeitig allein Horst Seehofer hervor, dem die Vernunft und die Entschlossenheit zuzutrauen ist, die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Leider reicht sie aber bisher nicht aus, um das merkelistische Feminat zu kippen, was nicht erst jetzt, sondern seit vielen Jahren überfällig ist. Ohne diese Veränderung wird nichts zu machen sein.

Es mag allerdings auch sein, daß die Bundestagswahl 2017 durch den Souverän gestört wird, der nämlich dafür sorgen könnte, daß das bisherige Spiel beendet, und daß die Karten ganz neu verteilt werden. Ungewiß ist ja auch der Ausgang der Präsidentenwahl in den USA. Da Clinton für das steht, was wir seit langem kennen, könnte Trump, der allerdings eher wenig sympathisch und unberechenbar ist, Neues ins politische Spiel bringen, und im glücklichen Fall könnte das sogar besser sein als das, was wir jetzt haben. Wer weiß? – „Hillary Clinton ist die Kandidatin der Demokraten. Doch Filmemacher Michael Moore weiß schon, warum Donald Trump der nächste Präsident der USA wird.“

von

http://www.tagesspiegel.de/kultur/michael-moore-zur-us-wahl-fuenf-gruende-warum-trump-gewinnt/13930024.html