Medienspiegel

Alarm bei den Lesben

Rechte Angst vor der „Gender-Ideologie“    Brigitte Theißl     23. September 2016

In Europa erstarken rechte Parteien und Bürgerbewegungen. Statt Feminismus dient nun Gender als Feindbild „Letztlich verfolgt Gender das Ziel, die Entstehung des menschlichen Lebens zu verhindern durch Förderung der Homosexualität, Verhütung und Abtreibung. Wo dies nicht gelingt, wird die Familie als Keimzelle glücklicher Kinder gezielt zerstört.“ Diese schauerliche Schilderung ist einer Broschüre entnommen, in der die Initiative „Besorgte Eltern“ über die angeblich gefährliche Agenda der modernen Sexualaufklärung informiert. Vor rund zwei Jahren trug die Gruppe ihren Protest gegen eine „Frühsexualisierung“ von Kindern in deutschen Kitas und Schulen auf die Straße; das breitere Bündnis „Demo für alle“ widmet sich indes dem Kampf für ein traditionelles Familienkonzept und orientiert sich dabei am französischen Vorbild „La Manif pour tous“, eine katholisch geprägte Massenbewegung gegen die Ehe für alle.

Imke Schmincke, Soziologin an der Universität München, hat diese Gruppierungen erforscht und ordnet sie einer neuen konservativen Protestbewegung zu. Rechtskonservativ und christlich fundamentalistisch orientierte AkteurInnen treffen auf Rechtsextreme, das gemeinsame Feindbild ist eine Gender-Ideologie, die fest in staatlichen Institutionen verankert und Basis eines Umerziehungsprogramms sei. „Es werden Bedrohungen inszeniert: der Staat, der wie eine Krake nach unschuldigen Kindern greift, und Gender-Theoretikerinnen, die die schützende Familie zerstören wollen“, sagt Schmincke. Die geschürten Ängste würden wiederum der Mobilisierung dienen.

http://derstandard.at/2000044784721/Rechte-Angst-vor-der-Gender-Ideologie

Kommentar GB:

Erstens ist es ausgesprochen drollig, daß die Autorin offenbar ernsthaft meint, irgendjemand hätte vor einem solch blühenden Unsinn wie der Gender-Ideologie irgendwie Angst. Lächerlich. Es geht lediglich um die Frage, wie diese Ideologie am schnellsten und wirkungsvollsten unschädlich gemacht werden kann, und zwar im Interesse des Gemeinwohls.

Zweitens ist völlig absurd, daß die Autorin offenbar – völlig unbegründet – annimmt, daß Homoerotik und hier speziell Lesbianismus eine politische Frage wäre und irgendetwas mit „links“ oder „rechts“ zu tun hätte.  Nichts da. Homoerotik ist Homerotik, und das ist alles.