Medienspiegel

Alles nur Flüchtlinge?

Klaus Peter Krause

„Was zu unterscheiden ist – Was Zuwanderer sind – Die Wohlstandsinseln auf der Erde als Ziel – Massenmigration als Waffe – Wie ein schwacher Staat die Sicherheit seiner Bürger aufs Spiel setzt – „Das Gewaltmonopol des Staates schmilzt wie Eis in der Sonne“ – Durch die „Willkommenskultur“ ein umfassender Rechtsbruch – Das Volk als stummer Zeuge der Erosion seiner kollektiven Identität“

„Die zu uns ins Land kommen werden allenthalben unterschiedslos fast nur noch als Flüchtlinge bezeichnet. Wovor sie geflüchtet sind – vor Armut, für ein besseres Leben, vor Krieg, vor politischer Verfolgung, vor Lebensgefahr aus politisch-religiösen Gründen – fällt mit dieser Bezeichnung unter den Tisch und bleibt unerwähnt. Ebenso, ob sie überhaupt geflüchtet sind und uns in böser Absicht heimsuchen wollen. Alles nur Flüchtlinge, alle über einen Kamm geschoren. In der Überschrift eines Berichts oder Kommentar noch vertretbar, in seinem Inhalt nicht.

Was zu unterscheiden ist

Denn je nach Motiv, Ursache, Dauer, Zwang und Freiwilligkeit ihres Kommens sind sie entweder Asylsuchende (Asylanten), illegale Immigranten, Einreisende, Eindringlinge oder Invasoren. Daneben gibt es auch die legalen Immigranten, die „echten“ Einwanderer. Diese Bezeichnung sollte nur jenen zukommen und vorbehalten bleiben, die sich vor ihrer Einreise von ihrem Heimatland aus in Deutschland angemeldet, das Regelwerk eingehalten und die Einwanderungserlaubnis erhalten haben. Das sind jene, die in Deutschland besonders willkommen sind, weil sie gebraucht werden und dem Land nicht auf der Tasche liegen. (Die Einreisebestimmungen hier, Sonstiges hier).

Was Zuwanderer sind

Daneben gibt es das Wort Zuwanderer. Darin, ob jemand zuwandert oder einwandert, gibt es inhaltlich eigentlich keinen Unterschied. Man kann ihn aber machen. In der Natur spricht man davon, dass aus ihrem Lebensraum verdrängte Tiere neue Räume suchen oder in alte zurückkehren (Beispiel: der Wolf nach Deutschland, die Wildschweine in Stadtrandlagen). Sie tröpfeln hinein oder herein, sie wandern zu, scheren sich um Gesetze nicht, können auch wieder abwandern.  Menschen kann man vielleicht dann als Zuwanderer bezeichnen, wenn sie nur für eine vorübergehende Zeit kommen, ohne ewig bleiben und ohne einwandern zu wollen – selbst wenn sie es sich nach langer Bleibezeit möglicherweise anders überlegen und einen dauerhaften Bleibeantrag stellen.

Die Wohlstandsinseln auf der Erde als Ziel

Was wir seit jüngstem jedoch in Europa und besonders in Deutschland  erleben, ist der Beginn einer neuen großen Völkerwanderung – nur noch nicht mit Kriegsgewalt und großen militärischen Heeren. Was Kanzlerin Merkel 2015 ausgelöst hat, gibt davon einen ersten Vorgeschmack. Die Armut auf der Erde ist groß, die Zahl der Menschen, die arm sind und sich ein besseres Leben wünschen, gewaltig. Länder, die gegen die Armut nicht ankommen, sind häufig Opfer früherer westeuropäischer und amerikanischer Interventionspolitik oder haben üble Regierungen. Oder das zweite hat sich aus dem ersten ergeben. Auf „den Westen“ fällt zurück, was er einst  verbrochen und zu verantworten hat. Das Ziel der Armen, so sie denn können, sind die Wohlstandsinseln auf der Erde. Würden alle Armen gemeinsam aufbrechen, die Wohlstandsinseln würden überrannt. Mit militärischer Gewalt könnte und würde versucht werden, den ganz großen Massenansturm zu verhindern. Welcher Horror. Europäische Demokratien werden sich damit schwer tun. Doch noch ist es nicht so weit und kommt es hoffentlich auch nicht.

Massenmigration als Waffe

Allerdings steckt hinter dem Ansturm vor allem aus islamischen Ländern des Nahen Ostens und Schwarzafrika auch Geplantes. Warnende Bücher zum Thema gibt es inzwischen etliche. Eines davon ist das von Kelly M. Greenhill: Massenmigration als Waffe. Vertreibung, Erpressung und Außenpolitik. Kopp Verlag 2016. Gebunden. 432 Seiten. 22,95 Euro. ISBN: 3864452716. Es geht darin um Flüchtlinge als geopolitisches Druckmittel. Der Klappentext bezeichnet das Buch als „die erste systematische Untersuchung dieses verbreitet eingesetzten, aber weitgehend unbeachteten Instruments der Einflussnahme von Staaten“. Sie zeige sowohl, wie oft diese unorthodoxe Form der Nötigung zum Einsatz gekommen sei (mehr als fünfzigmal im letzten halben Jahrhundert), als auch, wie erfolgreich sie gewesen sei. Sie befasse sich zudem mit den Fragen, wer dieses politische Werkzeug benutze, zu welchem Zweck und wie und warum es funktioniere. In den „politisch-korrekten“ Mainstream-Medien erfährt man über solche Pläne und Hintergründe so gut wie nichts.“ (…)

http://kpkrause.de/2016/08/30/alles-nur-fluchtlinge/    /  A  /