Medienspiegel

Die Sexismus-Keule, eine neue Art der Inquisition

Georg Gafron

„Schon wer einer Frau auch nur ein Kompliment ob ihrer Schönheit macht, reduziert das andere Wesen auf ein Sexobjekt. Selbst der kleinste Scherz kann zum Verlust der bürgerlichen Existenz führen.“(…)

Eine neue Kulturrevolution ist auf dem Weg

„Wer jetzt glaubt, hier einen Auszug aus einer Neufassung des Klassikers „1984“ von George Orwell gelesen zu haben, der täuscht sich. Nur ein Blick in das Unterrichtsmaterial im Fach Sexualkunde zeigt, daß all diese Fragen bereits jetzt thematisiert werden. Noch größeren Aufschluß bietet die Debatte der Gender-IdeologInnen unter sich. Kein Zweifel, eine neue Kulturrevolution ist auf dem Weg. Man könnte auch sagen, eine beseelte Schar von puritanischen Wiedertäufern sei als eine Art Sekte unterwegs, um die Gesellschaft total zu verändern.

Noch ist die Mehrheit des Volkes von diesen Ideen nicht ergriffen. Aber ihre Träger sitzen in den Medien, im politischen Establishment und in weiten Teilen der linken Intelligenz. In einer neuen, der Inquisition nicht unähnlichen, Art werden Tabus errichtet, und Verhaltensweisen vorgegeben, normiert, gelobt oder angeprangert.

Sexobjekt Frau – Der Verlust der bürgerlichen Existenz

Der schwerwiegendste Anklagepunkt der Wächter ihrer eigenen Moral ist der des Sexismus. Schon wer einer Frau auch nur ein Kompliment ob ihrer Schönheit macht, reduziert das andere Wesen auf ein Sexobjekt. Selbst der kleinste Scherz kann zum Verlust der bürgerlichen Existenz führen. Beispiele hierfür sind Politiker wie Rainer Brüderle und wie jetzt in Berlin Frank Henkel. Mittlerweile geht es auch um solche Fragen wie die Abschaffung der männlichen und weiblichen Artikel „der“ und „die“. Geschlechtsneutral ist nur „das“ – zum Beispiel: „Gib mir mal das Salzstreuer!“ (…)

(Hervorhebung GB)

http://www.theeuropean.de/georg-gafron/11345-der-gender-wahn-ist-nicht-zu-unterschaetzen

Kommentar GB:

Das alles deutet m. E. auf eine schwere kollektive Neurose hin. Daher kann die Lösung ebenfalls nur eine kollektive sein, nämlich eine solche, die die Bedingungen der Möglichkeit dieser kollektiven Neurose aufhebt. Das ist zwar heute noch nicht machbar, aber möglicherwiese demnächst.

Literatur:

Studien über Hysterie (Sigmund Freud, Werke im Taschenbuch) Taschenbuch – 1. Mai 1991

Die ›Studien über Hysterie‹ (1895) sind sozusagen das Keimbuch der Psychoanalyse. Zwar waren das eigentlich psychoanalytische Behandlungsverfahren des freien Einfalls und die Theorie der Verdrängung noch nicht entwickelt – Fortschritte, die Freud erst später, nach der Trennung von Breuer, vollzog -, aber die Keime zu diesen Neuerungen sind in den Studien leicht zu entdecken. Mittels der sogenannten »kathartischen Methode« hatten beide Autoren revolutionäre Einblicke in den Zusammenhang zwischen Lebensgeschichte und neurotischem Krankheitsgeschehen gewonnen und erstmals das theoretisch wie therapeutisch überragend wichtige Phänomen der Übertragung erkannt. Anhand berühmter Krankengeschichten – Anna O., Emmy v. N., Katharina u. a. -, von denen Freud selbst meinte, sie läsen sich wie Novellen, kann der Leser die Arbeit der beiden Forscher Schritt für Schritt nachvollziehen.
Der renommierte Hysterie-Forscher Stavros Mentzos schildert in seiner Einleitung, wie der Begriff der Hysterie sich in den mehr als hundert Jahren, die seit Erscheinen der Studien vergangen sind, allmählich zur Beschreibung eines bestimmten, um ödipale Konflikte zentrierten Krankheitsbildes verengte und mit dem Verschwinden dieses Bildes unbrauchbar zu werden drohte. Mentzos plädiert dafür, »Hysterie« nicht als ein nosologisches Etikett, sondern als Bezeichnung einer nach wie vor weit verbreiteten spezifischen Art der Konfliktverarbeitung zu benutzen, eben jener theatralischen unbewußten Inszenierungen, die schon im Altertum aufgefallen waren. Aus diesem Blickwinkel gelesen, erweist sich die in den ›Studien‹ von Breuer und Freud vertretene Hysterie-Auffassung als staunenswert modern.