Medienspiegel

Die Trojanischen Pferde des Muslime-Präsidenten Olgun

Der neue IGGiÖ-Präsident will die muslimischen Institutionen professionalisieren und ausbauen. Das aber fördert den politischen Islam und eine Parallelgesellschaft.

25.09.2016 |   (Die Presse)

„Der wenig kommentierte erste Auftritt des neugewählten Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Ibrahim Olgun, war aufschlussreich. Kritisch äußerten sich nur der Grünen-Politiker Efgani Dönmez und der Präsident der Liberalen Muslime, Amer Albayati.

Olguns Programm, dessen Wahl angefochten und von etlichen Muslime-Vertretern noch immer nicht anerkannt ist, scheint modern und ambitioniert. Bei näherem Hinsehen jedoch keimt der Verdacht, dass hier Trojanische Pferde installiert werden – auf Kosten des Staates. Die Glaubensgemeinschaft ist seit Langem von nationalen, konservativen und fundamentalistischen Kräften, wie Muslimbrüder, Milli Görüs und ATIB, dominiert.

Olgun will eine Art Caritas und eine eigene Flüchtlingshilfe aufbauen. Diese solle auf „professioneller“ Basis – also mit fix Angestellten – arbeiten, wobei der Staat diese bezahlen solle. Man will es nicht mehr christlichen Organisationen, dem Staat oder der Zivilgesellschaft überlassen, muslimische Menschen in Not und Flüchtlinge in Österreich zu betreuen und zu sozialisieren.“ (…)

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