Medienspiegel

Freihandel mit USA und Kanada: Österreich kündigt Widerstand gegen TTIP und Ceta an

„Massive Machtverschiebung zugunsten global agierender Konzerne“: Österreichs Bundeskanzler Kern will das Freihandelsabkommen mit Kanada nachverhandeln. Auch TTIP will die Regierung in Wien stoppen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oesterreich-kuendigt-widerstand-gegen-ttip-und-ceta-an-a-1110417.html    /  A  /

Kommentar GB:

Soziologisch gesehen würden Macht und Reichtum der souveränen Superreichen, der Milliardäre in „Richistan“ also, erheblich gestärkt werden. Darum geht es, und nicht etwa um Freihandel.

Während Trump diesem obersten souveränen Personenkreis selbst angehört, ist das bei Obama und den Clintons (im Unterschied zu George Soros, der ihnen nahesteht) nicht der Fall. Bei Leuten wie ihnen handelt es sich um – wenn auch hochrangiges – Dienstpersonal, ähnlich wie man als Eigentümer eine Geschäftsführer oder einen Vorstand einsetzt oder entläßt. Daher ist die Konfrontation zwischen Trump und Hillary Clinton, die von Trump früher schon mal Spenden erhalten haben soll, eben keine auf Augenhöhe, auch wenn dieser Umstand in der Öffentlichkeit verwischt wird.

Trump, der möglicherweise wirklich keine intellektuelle Leuchte ist, wie jedenfalls der verstorbene, aus Berlin stammende Historiker und Präsidenten-Berater Fritz Stern einmal sinngemaß anmerkte, kann deswegen so auftreten wie er auftritt, weil er auf den von seinen Dienstboten erfundenen Political Correctness – Unfug  nicht nur pfeift, sondern weil er es sich aufgrund seiner souveränen Stellung leisten kann, offen und öffentlich dagegen zu verstoßen. Es liegt in dieser offenen Verachtung der PC eine Machtdemonstration, die tiefer gestellten Personen so nicht möglich ist. Es handelt sich somit um eine soziale Distinktionsstrategie, die zeigt und signalisiert, wer hier der Boss ist.

Das ist der Punkt, der m. E. sonst immer übersehen wird.

Literatur:

http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski/

https://www.dtv.de/buch/fritz-stern-fuenf-deutschland-und-ein-leben-34561/