Medienspiegel

Arbeitsmarkt: Deutschland zieht kaum Fachkräfte an

„Fast 900.000 Asylsuchende kamen im Jahr 2015 an. Hochqualifizierte und Fachkräfte aber kommen nur wenige. Die Grünen fordern jährliche Quoten. […]
Auch die Grünen sehen das so, sie haben daher nun ein Konzept für eine gezieltere Einwanderungspolitik erarbeitet. „Angesichts dieser Zahlen kann von einer bedarfsgerechten Einwanderung von Fachkräften keine Rede sein“, sagte ihre arbeitsmarktpolitische Sprecherin, Brigitte Pothmer, dieser Zeitung. An erster Stelle ihres „Fünf-Punkte-Plans“, der Einwanderung „verantwortungsvoll gestalten und nicht schlicht begrenzen“ soll, steht die Einrichtung einer Einwanderungskommission. Sie würde jährlich anhand des aktuell ermittelten Fachkräftebedarfs eine sogenannte Aufnahmequote festlegen. Damit würde für jedes Jahr beziffert, wie viele Hochqualifizierte und wie viele Fachkräfte jenseits von EU-Freizügigkeit und Asylmigration ins Land kommen können. […]
Dass es weiter Bedarf an Fachkräften aus aller Welt geben wird, legen die Vorausberechnungen zur demographischen Entwicklung nahe. Sie lassen erwarten, dass die Gesamtzahl der Menschen im Erwerbsalter hierzulande auch bei einer auf Dauer angelegten Zuwanderung von jährlich 200 000 Personen bis in die 2030er Jahre immer noch um 5 Millionen oder rund ein Zehntel schrumpft. Entsprechendes gilt dann für Fachkräfte. Selbst wenn es in den nächsten Jahren gut gelingen sollte, eine große Zahl anerkannter Asylbewerber zu Fachkräften zu qualifizieren, bliebe daher noch eine erhebliche Lücke.
Derzeit spiele Deutschland im Wettbewerb um die besten Köpfe „noch lange nicht in einer Liga“ mit Einwanderungsländern wie Kanada und den Vereinigten Staaten, betont Pothmer. Da sich jedoch gerade dieser Wettbewerb angesichts der Alterung auch in anderen Ländern noch verschärfen werde, sei es höchste Zeit, „offensiv um Hochqualifizierte und Fachkräfte zu werben“.
Quelle: FAZ

Anmerkung unseres Lesers J.A.: Bei dem furchtbar schlimmen Fachkräftemangel wundert man sich schon, dass die deutsche Wirtschaft so dermaßen brummt, extreme Außenhandelsüberschüsse erwirtschaftet und es uns Deutschen so gut geht… oder gibt es hier innere Widersprüche? Die Grünen wollen sich mal wieder beim Kapital einschleimen und für die geplante schwarz-grüne Bundesregierung „fit“ machen. Wie kann man einen Fachkräftemangel diagnostizieren bei 5 Millionen Arbeitslosen, und solange die Gehälter in Deutschland so niedrig und schlicht international nicht konkurrenzfähig sind? Und warum verlassen aber viele Fachkräfte Deutschland in Richtung Schweiz, Großbritannien, Niederlande oder Skandinavien? Doch wohl hauptsächlich wegen der viel besseren Bezahlung und den deutlich besseren Arbeitsmarktchancen in den anderen Ländern. Warum kommt von den Grünen nicht die überfällige Forderung nach viel höheren Löhnen in Deutschland, z.B. in der Pflege oder im öffentlichen Dienst, was auch die wirtschaftliche Lage sofort verbessern würde – weil das der neoliberalen grünen Agenda diametral widerspricht?“

Quelle:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=35288#h03

Es verhält sich so, daß Deutsche auswandern:

Merkels Bevölkerungsaustausch schreitet voran