Medienspiegel

Feminismus und Gender Pay Gap und das „Argument, das an Nichtwissen appelliert“

Veröffentlicht

von: Christian – Alles Evolution

„Ich hatte hier bereits mehrfach auf das „Argumentum ad ignorantiam“ oder das „Argument, dass an Nichtwissen appelliert“ hingewiesen. In dem Artikel dazu hatte ich auf folgende Definition aus der Wikipedia verwiesen:

Das argumentum ad ignorantiam (lateinisch für „Argument, das an das Nichtwissen appelliert“) ist ein logischer Fehlschluss, bei dem eine These für falsch erklärt wird, allein weil sie bisher nicht bewiesen werden konnte, oder umgekehrt, eine These für richtig erklärt wird, allein weil sie bisher nicht widerlegt werden konnte. Der Fehlschluss wird ohne Sachargumente gezogen. Der so Argumentierende sieht seine mangelnde Vorstellungskraft oder seine Ignoranz als hinreichend für die Widerlegung bzw. Bestätigung einer These an.

Das scheint mir eine Argumentationsfigur zu sein, von der die These „Der Gender Pay Gap beruht auf Diskriminierung“ im wesentlichen beruht.

Gerade bei dem unbereinigten Gender Pay Gap lautet das Argument ganz unverblümt

„Wo ein Unterschied ist, ist der Grund Diskriminierung“

Das ist im übrigen so ziemlich das Argument in allen feministischen Theorien. Der Schluß wird ohne Sachargumente gezogen. Da bereits ein Tabu existiert, dass ein sachlicher Grund den Unterschied bedingen kann, ist die Vorstellung solcher Gründe bereits ausgeschlossen. Ignoranz ist der einzige Weg.

Da ähnelt der Feminismus stark dem „God of the Gaps„-Ansatz („Gott der Lücken“): Wenn die Wissenschaft die Notwendigkeit eines Gottes immer mehr einschränkt, dann muss jeder noch ungeklärte Raum ein Zeichen für Gott sein. Ein Interesse daran, die Lücken weiter durch Forschung zu schließen besteht dann nicht, im Gegenteil es besteht ein großes Interesse daran, dass Lücken vorhanden bleiben. Ein wahrhaft Religiöser mit diesem Ansatz will mehr und größere Lücken, in denen Gott einen Platz hat.

Und auf gleiche Weise ist auch der Feminismus nicht interessiert an einem Schließen der Lücken und zitiert am liebsten die unbereinigte Lohnlücke: Um so größer die Lücke, um so größer die Diskriminierung.

Das man inzwischen den Gender Pay Gap durchaus erklären kann und die Lücken ohne Rückgriff auf Diskrimierung geschlossen sind muss ausgeblendet werden. Oder es wird schlicht die eigentliche Erklärung wieder als Diskriminierung umgedeutet: Die Unterschiede wie längeres Aussetzen wegen Familie wären eben selbst auch wieder Ausdruck eines Sexismus, von Geschlechterrollen, die Frauen fernsteuern und es ihnen unmöglich machen, dass sie sich anders verhalten. Dahinter wiederum steckt „das Patriarchat“ oder die „hegemoniale Männlichkeit“, die selbst eine Argumentum ad ignorantiam ist. Diese Konstrukte ähneln dabei auch dem „unsichtbaren Drachen in der Garage„: Es wird behauptet, dass diese Strukturen alles lenken, aber wirklich darlegen kann diese Strukturen niemand.“ https://allesevolution.wordpress.com/2016/10/20/feminismus-und-gender-pay-gap-und-das-argument-das-an-nichtwissen-appelliert/

Der bereinigte Gender Pay Gap liegt bei unter 2%

Feminismus und Gender Pay Gap und das „Argument, das an Nichtwissen appelliert“