Medienspiegel

Geschlechterpolitik: Wie man eine Frau wird

Frankreichs Schulministerin bezeichnet den Gender-kritischen Papst Franziskus als Opfer von Desinformation. Dabei legt sie selbst die besten Beispiel vor, wie man Verwirrung stiftet.

05.10.2016, von Jürg Altwegg, Genf

„Mit der Übernahme der Macht durch die Sozialisten wurde der Kulturkampf erneut angefeuert. Gegen den Widerstand der bürgerlichen Opposition und eines Teils der Kirche setzten sie die „Ehe für alle“ durch. Jahrelang sorgte das „ABCD der Gleichheit“, das die Ministerin den jungen Franzosen beibringen will, für Schlagzeilen und Ärger; inzwischen wurde es zurückgezogen. Es hatte die Behörden in Konflikt mit den Eltern muslimischer Schüler gebracht: Sie schickten ihre Kinder nicht mehr in die Schule.

Islam als Pflichtstoff

Auch bei der Reform des Collège, das zur mittleren Reife führt, glaubten viele Katholiken, eine Renaissance des linken Antiklerikalismus zu erkennen. Das christliche Mittelalter wurde zum Wahlfach degradiert, der Islam zum Pflichtstoff. In der Gesellschaft führt die religiöse Frage zu Spannungen wie schon lange nicht mehr; in der Schule ist man krampfhaft bemüht, sie zu entschärfen. Der brisante Stoff wird auf den Nenner „Christentümer und Islam: Welten im Kontakt“ gebracht – warum auch nicht? Ehrlicherweise müsste man beifügen, dass diese Ausrichtung ideologische Motive hat und vor der Einsicht kapituliert, dass man das Leben und Wirken des Propheten in den Klassenzimmern der Vorstädte nur noch als Hagiographie lehren kann. Ansonsten wird der Lehrer der Islamophobie bezichtigt.“ (…)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/vallaud-belkacem-kritisiert-papst-franziskus-gender-kritik-14466263.html

http://eussner.blogspot.de/2016/03/frankreich-wird-regiert-durch-die-liebe.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Hagiographie

Kommentar GB:

Es war ein außerordentlich schwerer europäischer Fehler, eine muslimische Immigration zuzulassen.

Ob dieser Fehler korrigierbar ist, das steht dahin.