Medienspiegel

Keine Zusammenarbeit mit den USA

3.10.2016   –   Russland beendet Plutonium-Abkommen
Präsident Putin kritisiert «unfreundliches» Handeln der USA und beendet das gemeinsame Abrüstungsabkommen zur Beseitigung von waffenfähigem Plutonium unilateral. Um die Kooperation wieder aufzunehmen, fordert Russland den Rückzug der Nato aus Osteuropa.

http://www.nzz.ch/international/aktuelle-themen/keine-zusammenarbeit-mit-den-usa-russland-beendet-plutonium-abkommen-ld.120079

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5095889/Wladimir-Putin-stellt-USA-Ultimatum?_vl_backlink=/home/politik/index.do    /  A  /

Kommentar GB:

Es ist deutlich erkennbar, daß die Ausdehnung der NATO nach Osteuropa, die dortige direkte politische Einflußnahme, keineswegs nur, aber insbesondere in der Ukraine, die Wirtschaftssanktionen und die Politik des regime change in Syrien sich gegen ein Rußland richten, daß sich nicht wie in der Jelzin-Ära zur Beute und Verfügungsmasse der USA und der EU will machen lassen.  Diese Widerständigkeit und Widersetzlichkeit widerstrebt dem Anspruch des globalen Imperiums und soll daher gebrochen werden.

In ähnlicher Art und Weise und mit sehr ähnlichen geostrategischen Zielen vollzieht sich die Konfrontation zwischen den USA und China im Südchinesischen Meer.

Daß diese Konfliktstrategie gegenüber Rußland einerseits und China andererseits hochgradig gefährlich ist, das ist offenkundig. Allein schon die damit zwangsläufig verbundenen Unwägbarkeiten sind Grund zur Sorge, weil so jederzeit mehr oder minder zufällig aus einem kalten ein heißer Konflikt werden kann, oder aus einem kleinen Konflikt ein großer.

Nötig wäre eine Deeskalationsstrategie, aber die wird anscheinend nicht gewollt, weil sonst imperiale Ziele aufgegeben oder relativiert werden müßten.