Medienspiegel

Millionen für neue Projekte: Kritik an Geldregen für Genderforschung

Veröffentlicht

Hannover. Niedersachsens Landesregierung steckt reichlich Geld in die Geschlechterforschung: Allein aus VW-Erträgen gehen in den kommenden Jahren zwei Millionen Euro an Hochschulen. Kritiker werfen Rot-Grün Klientelpolitik vor.

„Die rot-grüne Landesregierung treibt die Erforschung von Geschlechteridentitäten und -rollen voran. Die so genannten Genderforschung wird unter anderem mit rund zwei Millionen Euro aus dem „VW-Vorab“ der Volkswagenstiftung unterstützt, teilt das Wissenschaftsministerium mit. Gefördert werden Projekte mit so sperrigen Titeln wie „Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen“ der Unis Osnabrück. Oldenburg, Göttingen und Lüneburg oder „Geschlechterperspektiven auf (Vor)Sorge im Umgang mit Naturen“ der Unis Hannover und Lüneburg.“ (…)

„Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) lobte das „hohe Niveau der Genderforschung in Niedersachsen“. „Die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung, zu deren Lösung die Wissenschaft einen wichtigen Beitrag leistet“, sagt die Politikerin.“ (…)

„Weniger heftig fällt die Kritik der Opposition im Landtag aus: Doch am Sinn des rot-grünen Förderregens hegen CDU und FDP durchaus Zweifel. Aus ihrer Sicht ist es nur ein weiterer Beleg für die Freigiebigkeit des Finanzministers Peter-Jürgen Schneider (SPD), der dank sprudelnder Einnahmen Spendierhosen anhabe. FDP-Fraktionschef Christian Dürr spricht von mit steuerfinanzierten Lieblingsprojekten. So etwas wolle die FDP „eiskalt streichen“. In einem neuen Haushaltspapier schlägt die FDP Haushaltskürzungen von insgesamt 495 Millionen Euro vor, davon auch 700000 Euro Genderforschung pro Jahr.

Hilbers: „Grünes Lebensgefühl“

Ähnlich sieht es CDU-Haushaltsexperte Reinhold Hilbers: „Auf den ersten Eindruck erscheint es fraglich, ob Projekte wie etwa ,Geschlechtergerechte Sprache in Theorie und Praxis. Studie zur aktuellen Situation aus linguistischer, phoniatrisch-psycholinguistischer und juristischer Perspektive‘ einen nennenswerten Mehrwert für den Wissenschaftsstandort Niedersachsen bringen. Sie scheinen eher geeignet, um ein rot-grünes Lebensgefühl zu bedienen“, sagt er.“ (…)

http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/784684/kritik-an-geldregen-fuer-genderforschung

Kommentar GB:

Der Vorgang ist schlicht ein Skandal. Auf die Kritik an der Pseudo-Forschungsevaluation der Gender Studies in Niedersachsen reagierte die Ministerin mit einer Aufstockung der Fördermittel zugunsten neuer Gender Studies – Projekte. Allerdings: das hat sich offenbar herumgesprochen. Den Grünen sei gesagt: „Der Krug geht so lange zu Wasser bis er bricht“; wie bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern, bei der die Grünen bekanntlich abgewählt wurden und aus dem Parlament geflogen sind. Und genau das ist ihnen anderswo ebenso zu wünschen.

http://cuncti.net/wissenschaft/510-braucht-unsere-gesellschaft-gender-studies

https://serwiss.bib.hs-hannover.de/frontdoor/index/index/docId/405