Medienspiegel

Welcher Islam gehört zu Deutschland?

Das sagt die CSU zum Islam in Deutschland!

„Angesichts der zunehmenden Flüchtlingszahlen werden sich unser Land und auch der hiesige Islam verändern: sind die Moscheegemeinden bisher türkisch geprägt, werden sie zunehmend afrikanischer und arabischer. Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ist längst überholt. Vielmehr muss diskutiert werden, welcher Islam zu Deutschland gehört und wie dieser ausgestaltet sein kann.

Nach christlich-abendländischem Erfassen ist eine Koexistenz verschiedener Religionen nötig und möglich dies gilt gerade für Muslime, da auch sie sich zum Glauben Abrahams bekennen. Keine Religion hat sich über eine andere zu erheben. Vielmehr muss allen Gläubigen, unabhängig der Religion, daran gelegen sein, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen.

Gemeinsam sollte für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt auch des Friedens und der Freiheit für alle Menschen eingetreten werden.

Differenziert betrachten

Es bedarf eines aufgeklärten Islams. Hierzu zählt, die Auslegung der Texte in historischem Kontext zu sehen und nicht von der absoluten Wahrheit des geschriebenen Textes auszugehen. Genauso darf auch nicht die Gesetzgebung aus dem Islam heraus entstehen, sondern muss auf unserer Verfassung basieren. Die Anerkennung der Trennung von Staat und Kirche ist eminent wichtig für das hiesige Zusammenleben.

Der Koran, mit Suren und Versen, bedarf einer aufgeklärten, historisch-kritischen Interpretation in der Neuzeit. Passagen, die sich in ihrer Auslegung unserer Verfassung widersetzen, haben in Deutschland keinen Platz. Insbesondere die Islamverbände sollten sich klar hierzu positionieren.

Unsere Werte und unsere Kultur wahren

Die deutsche Wertekultur geht über das Grundgesetz hinaus: Sie basiert auf Aufklärung und Humanismus, der christlich-jüdisch-abendländischen Kultur und unseren gewachsenen Traditionen. Hierzu gehören unsere Bräuche, unsere Religions-/Feste aber auch die Trennung von Staat und Religion. Dies ist für uns nicht verhandelbar! Wir erwarten, dass alle Zuwanderer in unser Land die deutsche Kultur als Leitkultur akzeptieren und das deutsche Recht vollumfänglich beachten in gleicher Weise, wie man es zum Beispiel auch für christliche Zuwanderer in Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit erwarten kann. Unsere Geschichte, unsere Kultur und unsere Rechtsordnung sind christlich abendländisch. An diese Rahmenbedingungen müssen sich alle Deutschen und alle Zuwanderer gleichermaßen halten; gleichzeitig stellen sie sicher, dass auch Muslime ihre Religion friedlich ausüben können.

Inkulturation statt Assimilation

Aktuell leben in Deutschland etwa 4,5 Millionen Muslime. Diese Zahl wird zunehmen und somit werden sich sowohl der Islam in unserem Land als auch die hiesige Gesellschaft verändern. Wir verlangen keine Assimilation oder Aufgabe der eigenen Identität. Eine erfolgreiche Integration kann nur gelingen, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und Anpassungsleistungen auf beiden Seiten erfolgen in Form von realer Akzeptanz und Toleranz. Unser Grundsatz des Fordernd und Förderns hat hier absolute Priorität, denn keine Leistung ist ohne Gegenleistung. Dies kann aber nur unter der Prämisse erfolgen, dass dies keinen Wertewandel mit sich bringt, sondern sich in unsere Werte einfügt. Eine Inkulturation der muslimischen Minderheit in Deutschland in unsere Werteordnung ist anzustreben.

Verstärkte Arbeit der Islamverbände

Damit die Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft gelingt und keine Parallelgesellschaften entstehen, ist die Unterstützung durch die Deutsche Islamkonferenz (DIK) und den Koordinierungsrat der Muslime (KRM) nötig. Sie beanspruchen für sich, die Muslime in Deutschland zu vertreten. Daher fordern wir sie auf:

mit den „eigenen“ Gläubigen in den Dialog zu treten, sie aufzuklären und sie vor Radikalisierungsprozessen zu schützen. Sie sind es, die ihren Gläubigen ein „Sinnangebot“ zu reichen haben, sodass sie sich in der hiesigen Gesellschaft einfinden können und nicht dem Extremismus verfallen. in den Dialog mit denjenigen zu treten, die anderen Religionen angehören. Vieles von dem Unmut, der dem Islam entgegenschlägt, entspringt der Unkenntnis der Religion und einer weder offen noch öffentlich geführten Debatte. aktiv gegen extremistische islamische Organisationen vorzugehen und zu verhindern, dass diese im Untergrund ihre Netzwerke auf- oder ausbauen.

Unsere zentralen Forderungen sind:

Es bedarf eines aufgeklärten Islams, der rechtsstaatlich ist und sich auf unserer Werte- basis gründet. Damit geht einher, dass in Deutschland predigende Imame hier und in deutscher Sprache ausgebildet werden müssen.

Eine verfassungskonforme Auslegung des Korans, vor allem der kritischen Suren und Verse. Die islamischen Dachverbände müssen sich intensiver in die Integrationsarbeit der Menschen mit muslimischem Glauben einbringen: in Flüchtlings- und Asylunterkünften genauso wie in Gebieten, in denen eine hohe muslimische Bevölkerung zu verzeichnen ist und um No-go-Areas und Parallelgesellschaften zu verhindern.

Die islamischen Dachverbände sind keine politischen Organisationen sondern haben die Aufgabe, die Religionsgemeinschaft zu organisieren und strukturieren.

Die Islamverbände sind in der Pflicht, den gemäßigten Islam als friedliche Religion der hiesigen Bevölkerung näher zu bringen. Ängsten kann nur durch Aufklärung und Reflexion begegnet werden.

Hierzu zählt auch der kritische Umgang mit folgenden Fragestellungen:

– Stellung der Frau in unserer Gesellschaft
– Ehrenmorde
– Parallelgesellschaften und No-go-Areas
– Kopftuch und Vollverschleierung
– Kindererziehung; insbesondere Benachteiligung muslimischer Mädchen (bspw. Schwimmunterricht)
– (Politisierte) Prachtbauten in Deutschland: Moscheen müssen nicht zwangsläufig mit Minaretten und Kuppelbau bestückt werden
– Finanzierung aus dem Ausland
– Prävention vor nationalistisch-islamistischen Entwicklungen
– Rekrutierung und Radikalisierung in Moscheen und ähnlichen Räumen.

Um Integration zu ermöglichen, muss der Einfluss aus dem Ausland auf muslimische Gemeinden und Verbände deutlich zurückgefahren werden; dies betrifft vor allem die Finanzierung aus dem Ausland. Analog dazu muss ein Rahmen geschaffen werden, in dem sich islamisches Leben aus sich selbst heraus organisieren und Strukturen schaffen kann, in denen sich die Gläubigen angemessen vertreten fühlen.

Der Islam hierzulande sollte deutschsprachig sein. Dies hat einerseits Vorbildcharakter, zum anderen ist unsere deutsche Sprache Grundlage für das hiesige Zusammenleben und eine gelingende Integration. Kinder und Jugendliche dürfen ihren Alltag und den Islam nicht weiterhin als geteilte Welten wahrnehmen. Gerade die junge Generation vermag es nicht, sich mit ihren nichtmuslimischen Freunden über ihre Religion auszutauschen, da es ihnen an deutscher Sprachkompetenz mangelt.
Wir sprechen uns heute gegen die Gewährung eines Status als Körperschaft für Moscheegemeinden aus.“

http://www.theeuropean.de/the-european/11454-csu-leitantrag-islam-in-deutschland

Hierzu kritisch:

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-ley-zur-zukunft-europas.html

http://diepresse.com/home/panorama/wien/5102866/Radikalitaet_Junge-Muslime-gefaehrdet

http://www.atheisten-info.at/downloads/Kritik-der-liberalen-Auslegungen-des-Islam.pdf