Medienspiegel

Wie entwickelt sich die Weltwirtschaft?

David Lafferty

„86 Monaten Expansion, das ist die viertlängste Aufschwung der US-Wirtschaft seit 1900. Und der ist längst nicht am Ende. Das liegt vielleicht daran, dass er nicht so dynamisch verläuft wie frühere Aufwärtsbewegungen. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn der Markt ist, mehr denn je, externen und nicht etwa makro-ökonomischen Faktoren ausgesetzt – wie etwa dem Krieg in Syrien und den US-Wahlen.“ (…)

„Wir glauben, dass sich die US-Wirtschaft in der mittleren bis späten Phase eines langsamen Aufschwungs befindet. Wir sehen kaum Anzeichen dafür, dass eine Rezession kurz bevorsteht. Dies impliziert positive, jedoch unterdurchschnittliche Renditen für Aktien, denn wir erwarten einen allenfalls leichten Anstieg des Kurs-Gewinn-Verhältnisses. Auf dem Anleihemarkt können Anleger von Papieren mit einer überdurchschnittlichen Verzinsung profitieren, während das Kurspotential angesichts der aktuellen Spread-Niveaus gering ist.

Wir halten jedoch weiterhin Ausschau nach Zeichen einer heraufziehenden Rezession. Dazu gehören
1. ein anhaltender Anstieg bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung oder bei einem anderen Frühindikator
2. deutliche Inflationssignale, die zu einer aggressiveren Geldpolitik der Fed führen würden
3. ein Risk-off-Schock durch einen unerwarteten Ausgang der US-Wahlen

Unsere Einschätzungen zu den Anlageklassen beruhen auf der Prämisse, dass eine Rezession auf kurze Sicht nicht wahrscheinlich, aber dennoch durchaus möglich ist. Die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession liegt unter 50, die Möglichkeite dafür bei über 25 Prozent.“

http://www.theeuropean.de/david-lafferty/11395-us-wahl-krisen-deflationsrisiko