Medienspiegel

Das göttliche Gesetz über allem?

„Das Kopftuch & die Burka
Nur eine von fünf muslimischen Frauen der zweiten und dritten Einwanderergeneration trägt ein Kopftuch (laut einer aktuellen Studie von Emnid und der Universität Münster). Und das, obwohl sich drei Viertel von ihnen als „religiös“ bezeichnen. Trotzdem behaupten immer wieder einzelne Kopftuchträgerinnen – kräftig unterstützt, wenn nicht gar geschickt von Islamverbänden – das Kopftuch sei die „religiöse Pflicht“ jeder Muslimin.

Das Tragen des Kopftuchs ist in Deutschland überall erlaubt – nur im öffentlichen Dienst und an Schulen und Kindergärten ist es umstritten bzw. verboten. 2003 hatte das Bundesverfassungsgericht die Klage der Deutsch-Afghanin Fereshta Ludin abgewiesen, die in Baden-Württemberg nach ihrem Referendariat auf Einstellung in den Schuldienst geklagt hatte. Die mit einem deutschen Konvertiten verheiratete Botschaftertochter trug seit einem Aufenthalt als Schülerin in Saudi-Arabien zur Überraschung ihrer modernen Eltern das Kopftuch. Ludin, die deutsche Frauen für „unrein“ erklärte und sich bei ihrer Vereidigung auf das Grundgesetz „Bedenkzeit“ erbat, hatte bei ihrer Klage kräftige Unterstützung: von der Lehrergewerkschaft GEW bis zum „Zentralrat der Muslime“ (EMMA 1/99).

Die damalige Kultusministerin von Baden-Württemberg, Annette Schavan (CDU), hatte die Einstellung von Ludin verweigert. Sie war die erste Politikerin, die die Funktion des Kopftuches als Strategie der Islamisten benannte. „Das Tragen des Kopftuches gehört nicht zu den religiösen Pflichten einer Muslimin. Die Mehrheit muslimischer Frauen trägt weltweit kein Kopftuch“, erklärte die Ministerin. „Vielmehr wird das Kopftuch in der inner­islamischen Diskussion auch als Symbol für politische Abgrenzung und damit als politisches Symbol gewertet.“ “ (…)

http://www.emma.de/artikel/ueber-dem-rechtsstaat-das-goettliche-gesetz-333739

Kommentar GB:

In der Regel zitiere ich nicht aus „Emma“, aber dies hier ist die unvermeidliche Ausnahme. Es ist der Emma durchaus zugute zu halten, daß sie die ebenso törichte wie gefährliche Islamophilie nicht übernommen hat.

Wer sich fundiert und in knapper, gut lesbarer Form zum Thema Islamkritik auf den aktuellen Stand der Erkenntnis bringen möchte, dem sei folgendes Buch sehr empfohlen:

Hartmut Krauss (Hrsg.)

Säkulare Demokratie verteidigen und ausbauen

Hintergrund-Verlag: Osnabrück 2016

ISBN 978-3-00-052967-2