Medienspiegel

Der Kampf um LGBTI-Rechte: Amerika vor der Wahl

Trump oder Clinton, Republikaner oder Demokraten: Die Wahl am Dienstag könnte einen entscheidenden Einfluss auf die rechtliche Lage von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen haben.

Von Dennis Klein

Am Dienstag entscheidet Amerika nach einer monatelangen Schlammschlacht, wie es politisch weitergeht. Auch LGBTI-Rechte stehen auf dem Spiel: Hillary Clinton hat im Wahlkampf mehrfach betont, dass die Ehe-Rechte für Schwule und Lesben in Gefahr seien, sollte ihr republikanischer Herausforderer Donald Trump die Wahl gewinnen (queer.de berichtete). Der Grund: Trump könnte homophobe Richter in den Supreme Court entsenden, die gleichgeschlechtlichen Paaren das Ehe-Recht wieder aberkennen könnten. Denn immerhin hatten die Richter im Juni 2015 die Ehe in allen 50 Bundesstaaten mit äußerst knapper Mehrheit von nur fünf zu vier Stimmen geöffnet (queer.de berichtete).

Clinton wirbt allerdings auch mit anderen Themen um die Stimmen sexueller Minderheiten: So will sie gegen Mobbing an Schulen vorgehen oder tritt für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz ein. Aus diesen Gründen hatte ihr die größte LGBTI-Organisation des Landes, die Human Rights Campaign, bereits früh die Unterstützung zugesichert. Laut Umfragen werden über 70 Prozent von schwulen, lesbische, bisexuellen und transgeschlechtlichen Menschen Clinton am Dienstag ihre Stimmen geben (queer.de berichtete).

Trump betonte trotz seines Rückstandes wiederholt, dass er der LGBT-freundlichste Präsidentschaftskandidat aller Zeiten sei. Als Begründung führte er fast ausschließlich seine Ablehnung von Muslimen an. So behauptete er etwa nach dem Massaker in Orlando: „Hillary Clinton kann nie ein Freund der Gay-Community sein, solange sie Einwanderung befürwortet, die islamische Extremisten in unser Land bringt. Sie unterdrücken Frauen, Schwule und all diejenigen, die nicht ihre Ansichten teilen.“ Gegner werfen Trump aber vor, allzu sehr mit Homo-Hassern wie Rick Santorum zu kuscheln (queer.de berichtete).“ (…) (Hervorhebung GB)

http://www.queer.de/detail.php?article_id=27486

Kommentar GB:

„LGBTI-Rechte“ ? LBBTI – Ansprüche ! Siehe hierzu:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/blockade-gleichgeschlechtlicher-ehen-frechheit-gegenueber-den-lesben-und-schwulen-in-deutschland/14805038.html