Medienspiegel

Frankreich: Gegner von LGBT-Rechten konservativer Spitzenkandidat

„François Fillon setzte sich in der Stichwahl der Republikaner als Präsidentschaftskandidat durch.

Er will Homo-Paaren das Adoptionsrecht nehmen.“

„Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich im kommenden Frühjahr deutet sich ein Duell unter Rechten an: Am Sonntag gewann der ehemalige Premierminister François Fillon die Stichwahl der französischen Konservativen um die Präsidentschaftskandidatur.

Der 62-Jährige erzkonservative Politiker holte bei der erstmals für Nicht-Mitglieder geöffneten Wahl rund 66,5 Prozent der Stimmen und konnte damit den als liberaler geltenden Alain Juppé, ebenfalls ein ehemaliger Premierminister, klar auf den zweiten Platz verweisen. In der ersten Runde waren bereits u.a. der ehemalige Präsident Nicolas Sarkozy ausgeschieden. Die Wahl Fillons gilt als Ausdruck eines Rechtsrucks: Allgemein wird erwartet, dass es bei der Stichwahl am 7. Mai zu einem Duell mit Marine Le Pen kommen wird, der Vorsitzenden des rechtsextremen „Front National“.

Dem bisherigen Amtsinhaber François Hollande werden kaum Chancen auf eine zweite Amtszeit eingeräumt; der im Volk inzwischen äußert unpopuläre Politiker der Sozialisten hat noch nicht angekündigt, ob er bei der Vorwahl der Partei antreten wird. Andere linke Parteien haben eigene Kandidaten aufgestellt, was ein Duell Fillon gegen Le Pen wahrscheinlicher macht. Medien spekulieren, ein konservativer Hardliner der Republikaner könne Le Pen Stimmen kosten und so letztlich die Wahl für sich entscheiden.“ (…)

http://www.queer.de/detail.php?article_id=27672

Kommentar GB:

Da sich dieses interessegebundene Online-Magazin nur für diese eine Frage interessiert, das muß man ja wohl zugestehen. Jedoch, interessant ist zu sehen, wie sich der Wind dreht, meist in kleinen Schritten, manchmal, wie in den USA, in großen, aber seit längerem schon immer in dieselbe Richtung.

Wenn die postmoderne Linke (im weiten Sinne des Wortes) dann wieder einmal völlig ratlos fragt, „warum?“ und „was können wir dagegen tun?“ Dann lautet die Antwort: befaßt Euch mit Euren Fehlern. Sie sind größtenteils die Ursache für das, was ihr beklagt. Was Euch jetzt erschreckt, das sind die Folgen Eurer Fehler. Könnt ihr das einsehen? Vermutlich nicht. Und das ist das Problem.