Medienspiegel

Geheimagent soll Mord geplant haben: Bremer Kurdenführer im Visier der Türkei

Veröffentlicht
Jürgen Hinrichs 26.11.2016 1 Kommentar

„Zuvor hatte bereits ein kurdisches Medium über den Fall berichtet. Der Agent soll sich in Bremen zwei Jahre lang als Journalist getarnt haben, um über Interviews an kurdische Funktionäre heranzukommen.

Ins Visier nahm er einen Mann aus Bremen, der zu den führenden Köpfen eines kurdischen Dachverbandes gehört. Vor zwei Jahren war er in dieser Funktion vom damaligen Bürgermeister Jens Böhrnsen im Rathaus empfangen worden. Aufgeflogen ist das mutmaßliche Komplott durch die Aussagen einer Frau aus dem persönlichen Umfeld des Agenten.

„Wir werden das weder bestätigen noch dementieren“, sagte eine Sprecherin der Bremer Innenbehörde auf Anfrage. Die Ermittlungen sind wegen ihrer Tragweite dem Vernehmen nach ohnehin schon nicht mehr Sache der hiesigen Behörden. Übernommen hat demnach die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Auch dort wollte man auf Anfrage nicht Stellung nehmen.

„Du wirst immer unser Ziel sein, bis Du tot bist.“

Der Bremer, gegen den der Geheimagent vorgegangen ist, heißt Yüksel Koc. Zu der Zeit als Böhrnsen ihn empfangen hatte, war er Vorsitzender der Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland. Mittlerweile gehört er zur Spitze eines europäischen Verbandes mit gleicher Ausrichtung. Koc und ein zweiter kurdischer Funktionär, der ebenfalls ausgespäht wurde, aber in Brüssel lebt, haben den Reportern von NDR und WDR Textnachrichten gezeigt. Den beiden Männern wird darin massiv gedroht: „Du wirst immer unser Ziel sein, bis Du tot bist.“ Nur durch die Aussage der Frau seien sie noch einmal davongekommen.“ (…)

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Bremer-Kurdenfuehrer-im-Visier-der-Tuerkei-_arid,1503019.html

Und was hat das nun mit dem noch laufenden NSU-Prozeß zu tun? Möglicherweise so einiges:

http://eussner.blogspot.de/2014/07/deutschland-reden-ist-politik-schweigen.html