Medienspiegel

Israel in Flammen

Wie die Brände den Hass in der israelischen Gesellschaft aufs Neue entfachen

By       27/11/2016 Israel

Jakob Reimann

Jakob hat im Sommer 2014 sein Masterstudium in Biochemie in Dresden absolviert und arbeitet mittlerweile an der naturwissenschaftlichen Fakultät der An-Najah National University in Nablus, Palästina. Er forscht über die Auswirkungen chemischer Industrieanlagen auf Umwelt und Gesundheit der Menschen in der Westbank. Er ist zudem freiwillig für die Flüchtlingsorganisation PICUM tätig.

„Für knapp eine Woche standen große Teile Israels in Flammen. Die Frage, ob die über 200 Brände natürlichen Ursprungs sind oder vorsätzlich gelegt wurden, spaltet die israelische Gesellschaft und bringt unbarmherzig deren schändliche Fratze des tief verwurzelten Rassismus ans Tageslicht.

Seit Dienstag wüten in Israel und Palästina heftige Waldbrände. Von über 200 Feuern wurde im Zentrum und Norden des Landes, in der Jerusalem-Region, der Mittelmeerküste von Tel Aviv-Jaffa entlang bis nach Haifa, sowie in einigen Teilen des Westjordanlands berichtet. Anders als bei den großen Feuern 2010, bei denen 44 Menschen ums Leben kamen, gibt es aktuell glücklicherweise keine Todesopfer zu beklagen. Mehrere Hundert Menschen wurden jedoch mit Verletzungen, vor allem Rauchvergiftungen, in ärztliche Behandlung gegeben. Nach Zahlen israelischer Behörden brannten insgesamt rund 130 Quadratkilometer Wald- und Buschflächen.“ (…)

http://www.nachdenkseiten.de/?p=36005#h14  / Nr. 14

https://en.wikipedia.org/wiki/An-Najah_National_University

http://justicenow.de/israel-in-flammen/

Israel: Im Nahen Osten ist ein Feuer nie nur ein Brand

Israel brennt, Deutschland setzt Prioritäten

Man meine nun nicht, Europa sei nicht betroffen:

Wer brennt Galizien nieder? 3. Oktober 2012

Hier die im ersten Link erwähnten beiden Artikel:
12. August 2006 

Kommentar GB:

Antisemitismus (Judenhaß) gibt es m. E. heute in zwei Erscheinungsformen.

  1. in der altbekannten europäischen, in Deutschland in der diskreditierten nazistisch-rassistischen Form, die bekanntlich verboten ist und daher in Deutschland fast nur als gelegentliches und zugleich untergründiges, grotesk-absurdes braunes Geraune voller –  durchaus mißdeutbarer – Andeutungen und Anspielungen daherkommt;
  2. als respektable Islamophilie, sei es als realitätsferne Orient- oder Islamschwärmerei (a lá Schimmel, oder wie beim Chrislam der beiden christlichen Kirchen), sei es als proarabische bzw. propalästinensische Positionierung (a lá Reimann).  Sie hat den großen „Vorteil“, daß sich der bewußte – oder mehr noch der unbewußte – Judenhaß (Antisemitismus) einer akzeptierten öffentlichen Maske bedienen kann, die es ihm erlaubt, „endlich“ die psychisch kräftezehrende Verdrängung aufzugeben und dadurch eine wohltuende Vitalisierung zu erleben. Es ist eben kein Zufall, daß sich Leute wie Reimann ausgerechnet für Palästinenser engagieren, nicht aber z. B. für Tibeter. Denn es tut ja so gut, unter der Maske der Islamophilie und der proarabischen Positionierung nun endlich ohne Scheu seinem Judenhaß freien Lauf zu lassen. Islamophilie ist bewußt oder unbewußt eine bequeme Scheinlegitimation für Judenhaß (Antisemitismus). Und deshalb ist die postmoderne Linke in Deutschland entgegen ihrer – ohne die für wirkliche Linke selbstverständliche religionskritische, hier  islamkritische Haltung – islamophil. So löst sich das Paradoxon auf.

Der obige Artikel von Jakob Reimann scheint mir ein geradezu exemplarischer Beleg für die zweite Form des Antisemitismus – des Judenhasses – zu sein. Und bei den Muslimen, denen er sich offenbar angeschlossen hat, ist Jakob Reimann genau an der richtigen Adresse, denn die sind seit der Medina-Zeit des Islam-Propheten dogmatisch und praktisch antisemitisch, wie damals, so auch heute.

Zum Begriff des Antisemitismus vgl.:

Das mutierende Virus: Antisemitismus verstehen