Medienspiegel

Judenhass darf bei uns keinen Platz haben – auch nicht in Moscheen

Ein Islam europäischer Prägung sollte gefördert und Antisemitismus in der islamischen Lehre nicht mehr akzeptiert werden. Dazu braucht es Ehrlichkeit.

20.11.2016 | 18:26 |   (Die Presse)

„Prophetenmörder“, „Affen und Schweine“, „tötet sie, wo ihr sie findet“ – diese Aussagen des Koran zu den Juden machen der jüdischen Gemeinde in Wien große Sorgen. Und die Angst und Sorge nimmt zu. Das wurde einem bei einer kürzlich abgehaltenen, sehr ungewöhnlichen Diskussion in der Kultusgemeinde erschreckend klar.

In Wien würden jüdische Kinder von Muslimen gemobbt, man sei allgemein einem zunehmenden Antisemitismus von dieser Seite ausgesetzt. Die Kultusgemeinde bewertet den interkonfessionellen Dialog als verlogen, weil man zwar nett plaudere, aber Resultate fehlten.

Das bestätigten prominente muslimische Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, die zum Gespräch geladen waren. Mit Beklemmung bekam man zu hören, dass die Judenfeindlichkeit des Koran, der aus dem 7. Jahrhundert und aus anderem Kontext stammt, noch heute in der Lehre eine zentrale Rolle spielt.

Der syrisch-stämmige Politologe Bassam Tibi bekennt freimütig, dass er in Damaskus als Judenhasser erzogen worden sei und sich erst durch seine jüdischen Lehrer in Deutschland gewandelt habe. Der gebürtige Algerier und Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi erzählt, dass er erst in Europa gelernt habe, dass „Juden auch Menschen“ seien. Die islamische Lehre sei noch heute extrem judenfeindlich, in etlichen Suren, die täglich gebetet werden, werde zur Gewalt gegen Juden aufgerufen.

In Ägypten und zunehmend in der Türkei werde der Hass gepredigt. Auch in heimischen Moscheen sei nicht nur Friedliebendes zu hören. Viele Imame würden in der Öffentlichkeit einen offenen, in den Moscheen aber einen radikalen Islam vertreten, meint Ourghi. Der Religionspädagoge Ednan Aslan fand in aktuellen österreichischen Schulbüchern für den islamischen Religionsunterricht Texte, die die Kinder zur Gewalt gegen Juden und Christen aufrufen.“ (…)

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Kommentar GB:

Man muß wissen, daß Juden und Christen im Vergleich mit Anhängern sonstiger Religionen, z. B. Hinduisten oder Buddhisten, oder gar mit sogenannten Ungläubigen oder mit erklärten Atheisten sogar noch privilegierte Positionen innehaben. Insbesondere Atheisten sind verhaßt, weil sie die Existenz Allahs bestreiten. Der Gegenbeweis wird in solchen Fällen mangels Begründungsfähigkeit praktisch erbracht, nämlich durch die Ermordung der Atheisten. Das ist die Beweisführung des Islam.