Medienspiegel

Modernisierungsverlierer: It’s the Islam, stupid!

„Merkel will die vierte Amtszeit. Alles andere hätte bei der mut- und alternativlosen CDU auch schwer verwundert. Seit eh und je wirft man sich an die vermeintlich starke Schulter der Kanzlerin und erhofft sich Sicherheit von ihr.

Aber die Unsicherheit hat sie selbst hervorgerufen und Gewissheiten gibt es keine mehr. Am Ende ist es wohl vor allem die simple Frage danach, wer es denn sonst machen sollte, die den Ausschlag gegeben hat.

Was hatte man in Deutschland verächtlich die Nase über die Vereinigten Staaten gerümpft. Darüber, dass am Ende tatsächlich nur diese beiden gehassten Kandidaten übrig geblieben waren. Als wäre es in Deutschland besser.

Als hätten nicht gerade das Geschachere um die Bundespräsidentenwahl und Merkels erneue Kandidatur bewiesen, was unsere eigene politische Landschaft für ein trister Haufen der Mittelmäßigkeit und sogar des Unterirdischen ist.

Ein Land, in dem die entscheidenden Posten am Ende zwischen einem ehemaligen Buchhändler aus Würselen mit Bestatteroptik, einem gescheiterten Lehrer, der Teile der Bevölkerung als Pack beschimpft und zwei Menschen mit heruntergezogenen Mundwinkeln, von denen der eine sich weigert dem gewählten künftigen US-Präsidenten zu gratulieren und die andere während einer der größten Krisen des Landes, die sie selbst verursacht hat, von Digitalisierung und fehlendem Breitband als Ursache dieser Krise schwafelt, verteilt werden.“ (…)

„Ja, das Letzte, was mir diese Menschen und alle voran die Kanzlerin, geben, ist in Gefühl von Sicherheit angesichts dessen, dass diese Menschen bis heute und nach über einem Jahr Flüchtlingskrise und jahrelangen Islamdebatten immer noch nicht vermocht haben, zum eigentlichen Kern vorzudringen.

Nein, ich bin kein Modernisierungsverlierer.

Genauso wie die Menschen, mit denen ich tagtäglich spreche und die überdurchschnittlich oft Akademiker und Unternehmer sind.

Vermutlich bin ich sogar das exakte Gegenteil dieser groben Skizze, die die deutsche Politik vehement über alles und jeden versucht, herüber zu stülpen und ignorant als Antwort auf alles verkauft. Ja, es ist jene Ignoranz, die mich wütender als alles andere macht. Wütender noch als das eigentliche Versagen der vermeintlichen Elite, die immer noch glaubt, sie könnte sich ihre Überheblichkeit, ihre herablassende Art Menschen wie mir gegenüber erlauben.

Islam- bzw. Religionskritiker als Modernisierungsverlierer zu bezeichnen, Religion und Mittelalter-Kultur damit als Symbol der Moderne darzustellen, ist an Groteskem kaum zu überbieten und ein Verrat an den Werten der Aufklärung, wie man in bis vor wenigen Jahrzehnten kaum für möglich hielt.

Denn ja, ich kritisiere den Islam nicht, weil ich abgehängt bin. Weil ich kein Breitband habe oder überfordert mit der Digitalisierung bin. Ich kritisiere ihn, weil ich ihn dumm finde. Weil ich der islamischen Kultur im Vergleich zu meiner Kultur nichts Positives abgewinnen kann. Weil er nicht zu uns passt und weil nicht die bedingungslose, unkontrollierte Aufnahme von Muslimen in unserem Land Modernität widerspiegelt, sondern der Mut, sich seines Verstandes und der Logik zu bedienen und dies daraus resultierend abzulehnen.

Es ist nicht die Modernisierung, die mir Angst macht, Frau Merkel. Es ist die Kritiklosigkeit und das Schweigen der politischen Elite bezüglich des eigentlichen Problems. It’s the Islam, stupid!

(Hervorhebung GB)  –  Zuerst erschienen bei Tichys Einblick

http://www.huffingtonpost.de/anabel-schunke/modernisierungsverlierer-_b_13251086.html?utm_hp_ref=blogs

Kommentar GB:

Irren ist menschlich, menschlich ist aber auch, aus Fehlern zu lernen. Manchmal, aber nicht immer lassen sich Fehler korrigieren. Letztere führen regelmäßig dann immer zu der Empfehlung, man müsse jetzt nach vorne schauen.

Jedoch, durch Nicht-Lernen ist noch niemand klüger geworden. Leider gibt es wirkungsvolle Lernblockaden, trotz der ziemlich offenkundigen Sachverhalte, aber aus welchem Grund es sie gibt, das ist die Frage.

Jedenfalls sind diese Lernblockaden ein Unglück für uns alle, ohne Ausnahme. Denn alle durch uns vermeidbaren oder verringerbaren Übel, und das sind nicht wenige, bleiben dadurch wie sie sind, obgleich das nicht nötig wäre.