Medienspiegel

Nur jeder dritte Sachse findet homosexuelle Liebe „unnatürlich“

(…) „In Dresden wurde am Dienstag der erste sogenannte Sachsen-Monitor vorgestellt – mit in vielerlei Hinsicht erschreckenden Ergebnissen. Bei der repräsentativen, von der Sächsischen Staatskanzlei beauftragten Umfrage wurden die Haltung der Bürger zur Demokratie, menschenfeindliche und extremistische Einstellungen sowie Einstellungen zu Medien und zu Europa abgefragt.

Homophobe Einstellungen sind laut dem Sachsen-Monitor bei jedem dritten Einwohner des ostdeutschen Bundeslandes festzustellen. Der Aussage „Eine sexuelle Beziehung zwischen Personen desselben Geschlechts ist unnatürlich“ stimmten 13 Prozent „voll zu“ und 19 Prozent „eher zu“. 22 Prozent gaben an: „Stimme eher nicht zu“, während 42 Prozent meinten: „Stimme gar nicht zu“. Die übrigen vier Prozent zeigten sich unentschlossen oder machten keine Angabe.“ (…)

http://www.queer.de/detail.php?article_id=27621

Kommentar GB:

Wenn man bedenkt, daß sich nur ca. 5% der Bevölkerung homoerotisch verhält, 95% aber nicht, und wenn man weiter berücksichtigt, daß Homoerotik  nicht zur biologischen Reproduktion beiträgt, also keine Sexualität im eigentlichen Sinne ist, dann ist es erstaunlich, daß nur ca. 1/3 der befragten Sachsen den fraglichen Sachverhalt zutreffend ausgedrückt hat. Aber es mag ja sein, wie das bei Umfragen eben so ist, daß die Leute bemerkt haben, welche Antworttendenz sozial erwünscht war, so daß sie sich darauf eingestellt haben. Das dürfte recht wahrscheinlich sein, meine ich.