Medienspiegel

Papa. Sicher? Oder doch Kuckuckskind?

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Der Ehemann gilt als Vater der Kinder, die während der Ehe geboren werden, § 1592 BGB.

Bei Zweifeln kann die Vaterschaft angefochten werden (§ 1599 ff. BGB), allerdings nur innerhalb einer Frist von 2 Jahren (§  1600 b BGB).

Wenn diese Frist versäumt wird, wird es schwierig. Zwar kann Mann immer noch die biologische Abstammung überprüfen lassen, aber er bleibt juristisch Vater.

Diese rechtsfolgenlose Abstammungsklärung ist in § 1598a BGB geregelt. Der Vater kann von Mutter und Kind die Einwilligung in eine genetische Abstammungsuntersuchung verlangen. Dieser Anspruch ist niederschwellig ausgestaltet. Er bedarf keiner weiteren Voraussetzungen.

Wenn die Mutter die Zustimmung verweigert, kann der Vater sie auf Zustimmung verklagen.

Das OLG Köln hat jetzt eine Entscheidung des AG Kerpen bestätigt, nach der die Mutter die Kosten dieser Zustimmungsklage zu tragen hat, weil sie vorgerichtlich die Zustimmung verweigert und erst im Prozeß eingewilligt hat. (Hervorhebung GB)

Hier gibt es den Beschluß des OLG Köln vom 9.11.16 – 14 WF 79/16