Medienspiegel

Über den Obskurantismus der Gender Studies

dargestellt am Beispiel der Literatur- und Kulturwissenschaftwissenschaft

Identitätspolitik: Alte Männer auf der Abschussliste

Jahrzehntelang haben linke Akademiker Ideologiekritik als Beruf praktiziert. Heute kritisieren sie die eigenen Privilegien und rechtfertigen fast jeden Obskurantismus.

09.11.2016, von Magnus Klaue

(…) „Die Frauen- und Geschlechterforschung, die sich in den Achtzigern in geisteswissenschaftlichen Disziplinen etablierte, verfolgte einen praktischen und einen theoretischen Zweck. Zum einen sollte durch Schaffung eigener Lehrstühle der Frauenanteil unter den verbeamteten Dozenten angehoben werden. Zum anderen wollte man der Tatsache Rechnung tragen, dass der Geschlechteraspekt keine „Perspektive“ ist, aus der sich Forschungsgegenstände betrachten lassen, sondern die Gegenstände mitkonstituiert. Nicht um Goethe als Chauvinisten und Bettina von Arnim als Frauenrechtlerin zu exponieren, rückte die literaturwissenschaftliche Frauenforschung die Bedeutung der Geschlechterthematik in den Blick, sondern um das Verständnis ihrer Werke zu vertiefen.

Da es ihr um Erkenntnis des Gegenstands und nicht um dessen geschlechterpolitische Ummodelung ging, galt der Geschlechterforschung das biologische Geschlecht der betrachteten Autoren zwar als wichtige Information, nicht aber als Qualitätsindex.“ (…)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/identitaetspolitik-alte-maenner-auf-der-abschussliste-14517624.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Kommentar GB:

Ein elegant formuliertes aber vernichtendes Qualitätsurteil, aber auf Qualität wird ja schon seit langem gepfiffen. Es geht heute nur noch darum, weitere gesellschaftlich überflüssige Versorgungsstellen für Frauen zu schaffen, die sonst niemand braucht. Es geht um die Vermehrung der Misteln als Selbstzweck, um die Vermistelung der Hochschulen sozusagen. Deren Fortschritt wird dann hochtrabend als Geschlechtergerechtigkeit bezeichnet. Zusammengefaßt: Gut ist was Frauen nützt; der Staat als Universalversorger; die Männer als (überwiegende) Steuerzahler. Das ist die Lage.