Medienspiegel

Vertuscht der Bundesbildungsbericht 2016 die Bildungssituation von Jungen? Eine Analyse

von Dr. Bruno Köhler
„Der Bundesbildungsbericht 2016 will, so wird im Vorwort dargelegt, eine umfassende empirische Bestandsaufnahme für das deutsche Bildungswesen sein. Tatsächlich wird in dem über 350-seitigen Bericht das enorme geschlechterspezifische Bildungsgefälle zuungunsten der Jungen nicht nur nahezu völlig verschwiegen. Vielmehr wird dieser Gender Gap sogar als politischer Erfolg gefeiert. Der Bundesbildungsbericht 2016 ist somit nicht nur ein Beleg dafür, dass der Bildungsrückstand der Jungen kein Zufall, sondern politisches Konzept ist. Der Bundesbildungsbericht 2016 ist auch ein Paradebeispiel für die geschlechterpolitische Strategie des Marginalisierens und Ignorierens von Jungen, Vätern und Männern.
Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung erstellte federführend einen 350-seitigen Bericht „Bildung in Deutschland 2016 – Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration“.
Die Mitglieder der hauptverantwortlichen Autorengruppe dieser Bildungsberichterstattung gehören folgenden Einrichtungen an:• Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
• Deutsches Jugendinstitut (DJI)
• Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
• Soziologisches Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI)
• die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Destatis, StaLä)Die Mitglieder der Autorengruppe sind:

• Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF), Sprecher der Autorengruppe
• Prof. Dr. Martin Baethge (SOFI)
• Leitende Regierungsdirektorin Pia Brugger (Destatis)
• Prof. Dr. Hans-Peter Füssel (DIPF), Leitender Regierungsdirektor
• Heinz-Werner Hetmeier (Destatis, bis 30.09.2015)
• Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (DJI)
• Prof. Dr. Ulrike Rockmann (StaLä)
• Prof. Dr. Susan Seeber (Universität Göttingen)
• Prof. Dr. Andrä Wolter (HU Berlin/DZHW)

Der Bericht wurde gefördert mit Mitteln der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.“ (…)

Vertuscht der Bundesbildungsbericht 2016 die Bildungssituation von Jungen? Eine Analyse