Medienspiegel

Anmerkungen zur intellektuellen Schwäche der postmodernen Linken

Hans-Martin Esser

„Auch im Jahr 2016 haben Talkgäste der AfD trotz der Anstrengungen in den Sendeanstalten, ihnen kein Forum zu geben, in Talkshows oft keine allzu schlechte Figur gemacht. Daher ist man beim WDR dazu übergegangen, nur noch die erwünschten Meinungen zu Wort kommen zu lassen. Ein Echoraum also. Aber so kann man der AfD keine Stimmen abjagen.“ (…)

http://www.theeuropean.de/hans-martin-esser/11553-die-post-intellektuelle-linke

Kommentar GB:

Wer ständig Politik für die diversen Minderheiten und gegen die lange passiv bleibenden und zumeist  schweigenden, daher fast unsichtbaren, aber faktisch immer vorhandenen Mehrheiten macht, der braucht sich, sobald diese Mehrheiten ihr Schweigen brechen und sich politisch-praktisch Geltung verschaffen, über die Folgen nicht zu wundern. Das ist es, was gegenwärtig geschieht und was sich im nächsten Jahr fortsetzen dürfte. Die Demokratie lebt noch, und das ist eine gute Nachricht.

Am Ende des Jahres 2017 dürfte die politische Landschaft, die bisher von allen möglichen kleinen und kleinsten Minoritäten bestimmt worden ist, eine andere sein.

Das informelle deutsche Parteienkartell, von der CDU bis zur LINKEN, das auf einer Bündelung dieser Minoritätenpolitiken zu Lasten von Mehrheiten basierte, dürfte kaum weiteren Bestand haben. Es mag zerfallen, oder es mag schrumpfen, aber jedenfalls dürften die deutlich veränderten Randbedingungen der Politik die bisherige Politik kaum weiter zulassen, und wenn doch, dann wohl kaum ohne erhebliche Modifikationen. Ab spätestens 2018 dürften dann die nötigen Korrekturen der bekannten bisherigen Fehlentwicklungen auf der politischen Agenda stehen.