Medienspiegel

Aufstieg der Populisten: Ist die Ungleichheit schuld?

Die beiden einflussreichsten deutschen Ökonomen streiten über die Gründe für den Wahlsieg von Donald Trump – und die Folgen für die deutsche Politik.

http://www.zeit.de/2016/50/oekonomie-donald-trump-us-wahl-globalisierung-populismus/komplettansicht

Kommentar GB:

Schließen sich die beiden hier vertretenen Positionen wirklich aus? Oder ergänzen sie sich nicht vielmehr?

Meine Hypothese ist die, daß die langjährige Vorherrschaft von Minderheitenpolitiken die reale Entwicklung auf politischer Ebene erklären kann, nämlich als Widerstand gegen eben diese Minderheitenpolitiken.

Zu diesen Minderheitenpolitiken / 1 – 4 / gehören:

1/ die neoliberale Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im Interesse der besitzenden Oberschicht samt den im Artikel diskutierten verstärkenden Wirkungen auf die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums (Schwerpunkt der Position von Fratzscher);

2/ Feminismus: oder die verfassungswidrige feministische Politik einer Frauenprivilegierung durch Männerdiskriminierung im Selbstinteresse einer relativ kleinen Frauenclique;

3/ Genderismus: oder die Durchsetzung einer familienfeindlichen Biopolitik im speziellen Partialinteresse der Lesben & Schwulen – Verbände;

4/ Islamophilie: oder die Ermöglichung und Duldung einer illegalen und ungesteuerten muslimischen Massenimmigration mit der politischen Strategie der OIC (Organisation für islamische Zusammenarbeit) plus der EU im nicht wahrgenommenen Hintergrund des Geschehens.

Nr. 2 – 4 sind Schwerpunkt der Position von Fuest, bei ihm begrifflich unter „kulturelle Motive“ gefaßt. Sie sind es, auf die die AfD vorzugsweise abstellt, weniger oder gar nicht hingegen auf Nr. 1, auf die Fratzscher sich konzentriert.

Wenn es nach Karl Marx (letztlich!) das gesellschaftliche Sein ist, welches das gesellschaftliche Bewußsein bestimmt, was eine mögliche zeitweilige Deformation dieses Bewußtseins einschließt, dann gehören dazu alle praktisch relevanten Momente des gesellschaftlichen Seins, nicht nur solche, die im engsten Sinn ökonomischer Art sind, sondern daneben auch andere, nicht-ökonomische Momente, für die insbesondere Ökonomen berufsbedingt oft blind sind.

Deshalb haben aus meiner Sicht beide Diskutanten Recht, gewichten dabei aber einseitig und gegeneinander gerichtet. Im Grunde ist das eine Scheindebatte.

Worauf es ankäme, das wäre, diese Minderheitenpolitiken zu beenden und statt dessen zu einer an den Interessen der realen Mehrheit orientierten Politik überzugehen.

Wer der Mehrheit eine solche konzeptionell durchdachte Politik vorschlagen und ins gesellschaftliche Bewußtsein hinein vermitteln kann, der müßte die Wahlen gewinnen.

Das wäre im übrigen eine erkennbar demokratische Politik, und sie würde mehrheitlich auch so wahrgenommenn werden.

Das betrifft somit:

(1) die Wirtschafts-, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik mit der außenpolitischen Randbedingung: Frieden!,

(2) die Wiederherstellung des GG, z. B. bezüglich Art. 3, 33, 6.

(3) die Wiederherstellung des GG (Art. 6), samt Bildungs- und insbesondere Schulpolitik,

(4) eine Beendigung der islamophilen Politik, siehe hierzu:

Landeskriminalamt: Islamistische Szene in Niedersachsen wächst