Medienspiegel

Das große Geheimnis: Kriminalitätsstatistik

Veröffentlicht

Von Anabel Schunke

„Mit der Selbstverantwortung und Mithaftung von Personen ist das in der deutschen Presse, unter Politikern und vermeintlichen Islamexperten so eine Sache. Die wird nämlich stets nur nach Bedarf ein- und ausgepackt. SPD-Fraktionsvize Ralf Stegner sagte, PEGIDA hätte beim Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker „mitgestochen“. Ein hartes Wort, doch wenig Reaktion. Anderes erfährt, wer Merkel eine Mitschuld daran gibt, wenn hierzulande Menschen durch Flüchtlinge zu Schaden kommen. Dann ist der Aufschrei groß. Klar – Rassismus.

Nun ist ja klar, dass mehr Leute mehr Gewalt bedeuten; es kommen nicht nur Engel, sondern Personen, die unsere Gastfreundschaft mit Füßen treten. Das ändert jedoch nichts an der Frage, ob es eine gruppenbezogene Kriminalität gibt. Das in der Tat wäre nicht für Talkshows von Interesse, sondern ebenso für die polizeiliche Bekämpfung von Kriminalität. Aber gerade hier liegt der Hase im Pfeffer: Unsere Kriminalitätsstatistik wird nicht nur falsch gelesen, sondern auch bewusst bis zur Aussagelosigkeit verändert. Das Thema ist in der Tat ein heißes Eisen. Vor allem, weil eine genaue Auswertung und Diskussion von Kriminalität nach Herkunft der Täter oder Migrationshintergrund gesellschaftliche Sprengkraft in sich birgt.“ (…)

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