Medienspiegel

Deutsche Panzer für das Königreich

Mit Exporten von Kriegsgerät wollen deutsche Politiker möglichst nichts zu tun haben. Bei Jordanien macht Verteidigungsministerin von der Leyen eine Ausnahme.

Von Christoph Hickmann, Amman

„Die Ministerin ist fertig mit ihrer Rede, die Militärkapelle beginnt zu spielen. Ursula von der Leyen verlässt das Rednerpult und geht über den Exerzierplatz des königlichen Wachbataillons, gelegen auf dem Gelände des Raghadan-Palasts in der jordanischen Hauptstadt Amman. Ihr Ziel sind die drei sandfarben angestrichenen Schützenpanzer hinten auf dem Platz. Sie kommen aus Deutschland.

Es ist ein ungewöhnlicher Termin, den die CDU-Verteidigungsministerin am Sonntag kurz vor dem Ende ihrer Reise durch mehrere arabische Staaten absolviert. Mit der Ausfuhr von Kriegsgerät wollen deutsche Politiker nach Möglichkeit nicht in Verbindung gebracht werden, und von der Leyen ist hier meist besonders vorsichtig – von Ausnahmen wie der Ausrüstung kurdischer Peschmerga-Kämpfer abgesehen, die sich der Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staats entgegenstellen. Doch dies hier, in Amman, ist nun eine weitere Ausnahme.“ (…)

http://www.sueddeutsche.de/politik/waffenexport-deutsche-panzer-fuer-das-koenigreich-1.3289634

und

http://www.sueddeutsche.de/politik/syrien-kaempfer-des-islamischen-staats-sollen-palmyra-zurueckerobert-haben-1.3289528

sowie

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59501

Kommentar GB:

Unter Geschäftspartnern ist es hifreich, wenn ein angenehmes, positives Gesprächsklima erreicht und aufrechterhalten werden kann: daher die Islamophilie der europäischen Funktionseliten. Eine islamkritische Haltung wäre hingegen nicht förderlich für die beiderseitigen Geschäfte.

Und was der einen Seite das Rüstungsgeschäft, das ist der anderen Seite das Ölgeschäft:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/opec-die-rueckkehr-des-oelkartells-1.3289434