Medienspiegel

Grüße vom Planeten der postfaktischen Faktenverdreher

Veröffentlicht
von Dr. Bruno Köhler„Führende Politiker kritisieren die „Faktenferne“ ihrer Bürger. Doch wie sieht es mit der Faktennähe der Politiker selbst aus? Müssten sie nicht mit gutem Beispiel vorangehen? MANNdat beleuchtet den Faktenabstand der politisch Verantwortlichen am Beispiel der Geschlechterpolitik.Führende Politiker mahnten vor einigen Tagen die Rückkehr zu einem faktenbasierten Dialog an.

Außenminister Steinmeier, mittlerweile designierter Bundespräsident, befürchtet eine tödliche Gefahr für unser politisches Gemeinwesen durch „eine immer aggressivere Abneigung gegen Fakten“. Es lasse ihn „die Ruchlosigkeit fast sprachlos zurück, mit der im grellen Licht der Öffentlichkeit Fakten verbogen und abgestritten werden, (…) ja schlicht gelogen wird“. Es sei „überlebenswichtig für unsere demokratische Gesellschaft“, dass Debatten auf der Grundlage von Fakten geführt würden: „Nur so erhalten wir unsere Fähigkeit zum produktiven, wahrheitssuchenden Dialog.“

Bundeskanzlerin Merkel meint:

Wenn wir anfangen, dabei mitzumachen, dass Fakten beiseite gewischt oder ignoriert werden können, dann sind verantwortbare und konstruktive Antworten in der Sache nicht mehr möglich.

Diesen Aussagen kann man natürlich in vollem Umfange zustimmen.

So haben wir gerade vor Kurzem hier die Kritik am Bundesbildungsbericht 2016 vorgestellt, in dem auf über 350 Seiten das Faktum des enormen Gender Education Gaps zuungunsten der Jungen nahezu vollständig totgeschwiegen wird.“ (…)

Grüße vom Planeten der postfaktischen Faktenverdreher