Medienspiegel

Hat die Linke das Kämpfen verlernt?

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Alle Parteien links der Mitte hätten Grund zur Selbstkritik. Wichtig wäre es vor allem, die Gründe für den Aufstieg der Rechten kritisch zu hinterfragen und sich klar zu positionieren. Ein Gastbeitrag.

09.12.2016, von Anton Hofreiter

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gruenen-fraktionschef-anton-hofreiter-ueber-linke-14565473.html

Kommentar GB:

„Alle Parteien links der Mitte hätten Grund zur Selbstkritik.“

Das beurteile ich genauso. und was kommt dann? Eine Selbstkritik? Keineswegs, sondern eine Apologie der Irrtümer der Grünen. Herr Hofreiter stellt hier die Sichtweise nicht der Linken, sondern der postmodernen Linken dar.

Aber Feminismus-Genderismus, Homophilie und Islamophilie sind die minoritätspolitischen Fehler allererst der Grünen, dann aber ebenso der LINKEN, der SPD und der CDU, ergänzt um die wichtigere, vergleichsweise aber lautlose Austeritätpolitik im Interesse der privaten Vermögenden, von denen sie gewünscht war, und in deren sozialen Auftrag CDU/CSU und SPD sie ausführen.

Alle diese Minderheitenpolitiken bilden ein Bündel, dessen Existenz den Aufstieg der AfD zum großen Teil erklärt, denn diese Politiken negieren die Interessen der schweigenden, passiven Mehrheit, jener Menschen also, die nicht zu den Begünstigten des Bündels der Minderheitspolitiken gehören, jener Menschen, gegen deren ökonomische und nicht-ökonomische Interessen regiert wird. Und Herr Hofreiter ist nicht in der Lage, das zu sehen?

http://cuncti.net/politik/973-die-afd-versuch-einer-oekonomietheoretischen-erklaerung