Medienspiegel

Jihadismus in Marokko: Terrornest an der EU-Aussengrenze

von Beat Stauffer, Fnidek 30.12.2016
„Marokko ist einer der grössten Exporteure von Jihadisten. Die meisten stammen aus dem Norden. Warum das so ist, zeigt ein Augenschein in der Provinzstadt Fnidek, einer Hochburg der Radikalisierung.“
„Die marokkanische Hochburg des Jihadismus liegt am Grenzzaun zur Europäischen Union, und das ist kein Zufall. Fnidek – eine Provinzstadt mit knapp 60 000 Einwohnern – steht ganz im Zeichen des Trabendo, des Imports von Haushaltsgütern und Unterhaltungselektronik aus der spanischen Enklave Ceuta. Laut einem Staatsvertrag dürfen Bewohner der näheren Umgebung von Ceuta die Grenze ohne Visum passieren. Tausende tun dies denn auch, Tag für Tag. Sie schleppen auf kleinen Handkarren oder auch mit dem eigenen Wagen ihre Waren über die Grenze. In Marokko verkaufen sie diese einem Händler oder auf eigene Faust. Es ist der wichtigste Wirtschaftszweig in der gesamten Region.“ (…)

http://www.nzz.ch/international/jihadismus-in-marokko-terrornest-an-der-eu-aussengrenze-ld.137315

Kommentar GB:

Es handelt sich m. E. hier um einen wichtigen und sehr lesenswerter Artikel, der allerdings, und das ist der fehlleitenden europäischen Denkperspektive geschuldet, wieder einmal, ganz rational, den Blick auf sozioökonomische Ursachen lenkt, während die irrationale koranische Motivation für den Djihad ausgeblendet wird, weil sie unbekannt oder unverstanden bleibt. Der Autor kreist immer wieder um dieses sein Unverständnis, um dieses Motivationsrätsel, aber vergeblich.

Unser rationalistisches Verkennen der im Kern irrationalen muslimischen Motivation ist die zentrale Ursache unserer Schwäche, und diese bringt uns in Lebensgefahr. 

Wir müssen endlich begreifen, mit wem wir es zu tun haben!

Und wir müssen uns darauf angemessen einstellen!