Medienspiegel

Über das Buch: „Der Anbruch des Neoliberalismus“

Veröffentlicht

“Projekt der radikalen Umwälzung”

„Wieso ist der Neoliberalismus seit fast 50 Jahren so wirkmächtig? Welche Ziele hat er, wer unterstützt ihn und wie wurde die politische Landschaft durch ihn geprägt? Jens Wernicke sprach mit Sebastian Müller, Herausgeber von le Bohémien, der das Phänomen des Neoliberalismus schon länger analytisch seziert.“

„Herr Müller, gerade erschien Ihr Buch „Der Anbruch des Neoliberalismus. Westdeutschlands wirtschaftspolitischer Wandel in den 1970er-Jahren“, mit dem Sie die Ursprünge einer inzwischen hegemonialen Gesellschaftsideologie beleuchten. Warum dieses Buch? Was ist Ihre Intention?

Die Idee zu diesem Buch entstand damals im Rahmen meiner Magisterarbeit. Dort setzte ich mich mit der Geschichte des Neoliberalismus, die mich seit den Agenda-Reformen durch Rot-Grün ohnehin schon immer interessierte, intensiv auseinander. Meine Motivation war es, zu verstehen, wie und warum es passieren konnte, dass eine sozialdemokratische Partei sich derart selbst verrät. Mich interessierten die Ursprünge des Ganzen.

Da ich mich insbesondere auf die Entwicklungen in der BRD der 1970er Jahre fokussierte, fiel mir auf, wie vergleichsweise wenig hierzulande die sogenannte neoliberale „Konterrevolution“, gemessen am angelsächsischen Raum, beleuchtet ist. Das ist aber relevant, um etwa die dogmatische Wirtschaftspolitik Deutschlands, gerade in Hinblick auf die Eurokrise, begreifen zu können.“ (…)

https://le-bohemien.net/2016/12/22/anbruch-des-neoliberalismus-projekt-der-radikalen-umwaelzung/