Medienspiegel

„Wir vertragen keine zweite Flüchtlingswelle“

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Ingo Friedrich

(…) „Aufgabe der Politik muss es sein, den Menschen Sicherheit zu bieten, wo immer es möglich ist. Ein Beispiel: Der radikale Islam, der keine Nächstenliebe kennt, sondern auch den Staat beherrschen will, hat keinen Platz in Europa. Und es muss auch gesagt werden, dass ein offener Welthandel Wohlstand ermöglicht und erhöht. Allerdings müssen wir erkennen, dass die Wohlstandswirkungen der Globalisierung nicht automatisch bei allen ankommen. Das muss korrigiert werden.“ (…)  (Hervorhebung GB)

(…) „Vertragen wir eine zweite Flüchtlingswelle? Es sind ja noch 65 Millionen auf der Flucht, viele von ihnen wollen nach Europa, besonders nach Deutschland. Was passiert dann?
Nein, vertragen wir nicht! Die Kanzlerin hat damals den Fehler gemacht, nach der unvermeidbaren Öffnung der Grenze für kurze Zeit zu sagen, dass dies die Ausnahme sei und dass es nach dieser Sondermaßnahme wieder zum Normalfall kommt, das heißt, dass der Staat wieder die absolute Kontrolle über seine Grenzen übernimmt. Für die Zukunft bedeutet dies: Wir können nur in begrenztem Maße Flüchtlinge aufnehmen. Ob man dazu Obergrenze oder Orientierung sagt und die Zahl auf 200.000 oder 300.000 für Deutschland beschränkt, ist egal. Mehr können wir nicht verkraften.
Konkret bedeutet dies, dass die europäischen Außengrenzen nicht nur geschützt, sondern ein Stück weit auch geschlossen werden müssen. Um es noch präziser zu sagen: Wenn ein Flüchtlingsboot von Afrika kommt und die Menschen in Gefahr sind, müssen sie selbstverständlich gerettet werden! Aber dann müssen sie nicht nach Europa gebracht werden, sondern dorthin, wo sie hergekommen sind. Dort können nach euro­päischen Maßstäben Zeltstädte entstehen. Das ist kein wunder­bares Leben, aber das ist ein Leben in Sicherheit, wo es Ärzte und Krankenhäuser, Bäcker und Schuster gibt. Diese
Flüchtlings­­unterkünfte müssen aufgebaut werden, sie sind ­
eine Übergangslösung so lange, bis die Flüchtenden wieder in ihre Länder zurück können. Wir müssen realistischerweise davon ausgehen, dass vielleicht 60 bis 70 Millionen Menschen am liebsten nach Europa wollten. Dies kann von Europa nicht verkraftet werden. Deswegen: Menschen aus Todesgefahr retten, aber dann zurückbringen in ihre Länder.“ (…)

http://www.theeuropean.de/ingo-friedrich/11642-ingo-friedrich-ueber-fluechtlingskrise