Medienspiegel

Holocaust-Gedenktag: Der Frieden im Nahen Osten wartet

Das Gedenken an die Opfer des Holocaust ist wichtig. Auch beim neuen deutschen Außenminister Sigmar Gabriel liegt die Verantwortung, daraus eine bessere Zukunft zu schaffen. Ein Kommentar.

von

http://www.tagesspiegel.de/politik/holocaust-gedenktag-der-frieden-im-nahen-osten-wartet/19310648.html

Kommentar GB:

Im vorletzten Absatz läßt der Autor die antideutsche Katze aus dem Sack, wenn er eine „Politik gegen alles Nationale, hier und darüber hinaus“ einfordert. Aber der Nationalstaat ist jedenfalls bisher Bedingung und Rahmen der Demokratien, übernationale Organisationen, von der EU bis zur zur UN jedoch, sind es mitnichten. Nach bisherigen Erfahrungen ist vielmehr das Gegenteil der Fall.

Im übrigen ist auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß die „Zwei-Staaten-Lösung“ in Nahost m. E. eine durch den westlichen Rationalismus verursachte Fata Morgana, also eine glatte Fehlwahrnehmung ist. Man ist politisch gut beraten, das nüchtern zu erkennen, anstatt sich täuschen zu lassen. Die westliche Logik der Kompromißbildung funktioniert nicht, wenn mit einem irrationalen Gegner verhandelt werden muß, wie es der Islam eben ist.

Der islamische Iran jedenfalls ist dieser Täuschung nicht erlegen. Sie wissen und sagen, daß sie Israel vernichten und beseitigen wollen. Das ist völlig klar. Was ist daran mißzuverstehen?

https://www.nzz.ch/international/bildstrecken/bildstrecke/holocaust-gedenken-vergessen-kann-man-nicht-ld.142197#lg=1&slide=0