Medienspiegel

Kritik an Einreisestopp: Schulz nennt Trump „unverschämt und gefährlich“

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Donald Trumps Einreisestopp für Flüchtlinge als Tabubruch bezeichnet. Die Regierungschefinnen aus Deutschland und Großbritannien reagieren zurückhaltend auf das US-Dekret.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/donald-trump-martin-schulz-nennt-us-praesident-unverschaemt-und-gefaehrlich-a-1132219.html

Kommentar GB:

Es ist auffällig, daß gegenüber Trump die diplomatischen Sicherungen reihenweise durchbrennen, obwohl sonst Politiker gewohnt sind, sich professionell, d. h. sachlich, zurückhaltend und einigermaßen ausgewogen zu äußern.

Das trifft erstaunlicherweise auf Merkel ebenso zu wie auf Gabriel, Steinmeier und jetzt auf Schulz.

Was sie persönlich über Trump denken mögen, das ist die eine Sache, aber daß sie in ihren hohen Staatsämtern mit undiplomatischen Bewertungen der Person des gewählten US-Präsidenten öffentlich aus der Rolle gefallen sind, das ist unverantwortlich und im Hinblick auf die Wirkungen außerordentlich unklug; dies zumindest dann, wenn Trump wenigstens eine Amtszeit durchsteht.

Aber vielleicht wird ja insgeheim schon damit gerechnet, daß das nicht so sein wird?

Dass sie vermuten, daß er bereits in kurzer Frist nicht mehr im Amt sein wird, wodurch auch immer das dann verursacht worden sein mag? Wer weiß schon, ob es da womöglich noch unbekannte Hintergründe gibt?

https://frankfurter-erklaerung.de/?p=31825&preview=true