Medienspiegel

Warum der Islam weder ein Teil der europäischen Kultur war noch es überhaupt sein kann

Sylvain Gouguenheim wird in der „Libération“ und der „Welt“ vorgeführt

Dr. Gudrun Eusssner  –  9. Mai 2008

„Der Islam ist eine Ideologie, die von ihren Gläubigen Unterwerfung unter Allah und den von diesem herabgesandten und für alle Zeiten Wort für Wort gültigen Koran fordert. Nach heute weitverbreiteter Lehre sollen ab seiner Erfindung und gewaltsamen Verbreitung durch Mohammed in einer Umgebung religiöser Toleranz arabische Muslime in Philosophie, Medizin und den Naturwissenschaften geglänzt und ihr Wissen den in Dunkelheit befangenen Christen gebracht haben.

Woher aber sollen die vielen arabisch-muslimischen Gelehrten kommen, die zum Ruhme des Islams tätig werden, warum nehmen sie nicht teil an der von ihnen im 13. und 14. Jahrhundert angeblich in Gang gesetzten europäischen Renaissance, und warum gibt es heute trotz Milliarden Petrodollar keine von Muslimen geschaffene Blüte der Philosophie und der Wissenschaften und keine nennenswerte Buchproduktion, von fehlender religiöser Toleranz nicht zu reden, sondern werden stattdessen mehrere zig Milliarden Dollar des Gewinns aus dem Verkauf des Erdöls in die Verbreitung der totalitären Politideologie Islam gesteckt?

Das Buch des Mediävisten Sylvain Gouguenheim gibt darüber Auskunft: Aristote au Saint Michel. Les racines grecques de l´Europe chrétienne, Aristoteles auf dem Mont Saint Michel. Die griechischen Wurzeln des christlichen Europas. Roger-Pol Droit, Le Monde des livres, und Johannes Wetzel, Die Welt, haben es rezensiert, der eine in französisch, der andere in deutsch, wobei es sich bei der deutschen Rezension vielmehr um eine einseitige Verfälschung und phantasievolle Ergänzung der französischen handelt – das Buch kann Johannes Wetzel jedenfalls nicht gelesen haben. Wer französisch liest, möge sich davon überzeugen. (1)

Im Figaro erscheint ebenfalls eine positive Rezension, Les tribulations des auteurs grecs dans le monde chrétien, die mißlichen Abenteuer der griechischen Autoren in der christlichen Welt: Die These eines „Islams der Aufklärung“ widerlegend, zeigt Sylvain Gouguenheim, daß das antike griechische Wissen niemals aus Europa verschwunden ist, und daß die Araber, die diese Texte übersetzten, keine Muslime waren; das „Dunkle Zeitalter“ passe nicht als Bezeichnung für das europäische Mittelalter. Wenn der Islam antikes Wissen in den Westen gebracht habe, dann vor allem dadurch, daß er diejenigen ins Exil getrieben habe, die sich weigerten, sich ihm zu unterwerfen. Die Hellenisierung der islamischen Welt sei äußerst selektiv vonstatten gegangen, die Literatur, die Tragödie und die griechische Philosophie seien kaum aufgenommen worden durch die islamische Kultur. Die Logik und die Naturwissenschaften des Aristoteles hätten keinen Eingang in den Islam gefunden. Weder Die Metaphysik noch Die Politik sind ins Arabische übersetzt worden. Von der Hellenisierung der islamischen Zivilisation zu reden, hieße, ihr Ethnozentrismus zu oktroyieren, eine Art Verwestlichung, die nicht den Tatsachen entspreche, meint der Rezensent Stéphane Boiron. (2)

So ist es. Griechenland repräsentiert für den Islam eine fremde Welt, wer das bezweifelt, der schaue nur, wie sich heute salafistische Islamfunktionäre wie Tariq Ramadan winden, wenn es darum geht, Errungenschaften des Westens zu übernehmen. Die unumstößliche Lehre des Koran, der Hadithen und der Scharia stehen dem entgegen, daß sich die islamische Gesellschaft auf eine Modernisierung im westlichen Sinne einläßt. Es hat sich seit 1400 Jahren nichts daran geändert.“ (…)  (Hervorhebung GB)

http://www.eussner.net/artikel_2008-05-09_01-25-52.html

und ergänzend

http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_21-37-20.html