Medienspiegel

Willkommen in der Welt des vom Westen geförderten Terrorismus

Veröffentlicht

https://de.gatestoneinstitute.org/9687/westen-finanziert-terrorismus

Kommentar GB:

Zu einer rationalen Konzeption einer Nahostpolitik müßte allererst gehören, sich die Bedeutung des irrationalen koranischen Kerns für die islamische Seite klar zu machen. Das ist zwar nicht angenehm, aber es ist unausweichlich, weil sich damit zum Beispiel Kompromißlösungen, die rationalem Denken naheliegen, als gefährliche Irrtümer erweisen; z. B. (m. E.) eine Zweistaatenlösung in Nahost. Denn so entstehen – objektiv – taktische Scheinkompromisse, die bei veränderten Machtverhältnissen sofort gebrochen werden, die also bloß vergaukeln, in einem verläßlichen – und entwaffnenden – Interessengleichgewicht zu leben.

In der Konfrontation mit dem kernhaften Irrationalismus, hier des Islam, muß allererst dessen Perspektive wahrgenommen und immanent (!) verstanden werden. Die kritische Orientalistik hat die hierfür nötigen Analysen geleistet und sie schriftlich dargestellt: sie müssen gelesen und ernst genommen werden (z. B. Autoren wie Tilman Nagel; Hans-Peter Raddatz).

Man muß also den Irrationalismus von seinen Wurzeln her völlig ernst nehmen, und das gilt ebenso für die sich aus ihm immanent ergebenden praktischen Konsequenzen.

Erst dann weiß man nämlich, womit man es wesenhaft zu tun hat.

Ohne dieses Wissen in das eigene politisch-strategische Handeln fest einzubauen bleibt man eigenen Fehleinschätzungen, Reflexionsmängeln und Irrtümern sowie bewußten Täuschungen der anderen Seite ausgeliefert. Die systematische Verkennung und Unterschätzung des Irrationalismus durch den Rationalismus erzeugt Bedingungen, in denen der Irrationalismus im Konflikt strategisch in Vorteil kommen kann, gerade weil und indem er als solcher verkannt wird.

Zum Beispiel: die physische Vernichtung der europäischen Juden durch die NS-Regierung galt Rationalisten aller Länder als unvorstellbar, weil völlig irrational. Aber genau das war sie: völlig irrational und zugleich völlig bösartig – aber nicht aus ihrer eigenen Sicht. Die Shoah war ein Sieg der bösartigen Intentionen des Irrationalismus über den Rationalismus, und letzterer beging den Fehler, ersteren zu unterschätzen. Jene, die diese Erfahrungen buchstäblich knapp überlebt haben, wissen darum.

Aber genau dieser Fehler wurde und wird in der Zeit nach dem II. Weltkriege, speziell ab Ender der 60er Jahre wieder begangen, und zwar im Hinblick auf den Einflußbereich des Islam. Dessen bösartig-irrationaler Kern wird verleugnet oder bagatellisiert, genau so, wie in den 30er Jahren der europäische Faschismus im allgemeinen und der NS in Deutschland im besonderen bagatellisiert worden sind, nicht von allen, aber doch von viel zu vielen. Die große politische Nähe und die enge Beziehung des Islam zum deutschen Nationalsozialismus ist bekannt und historisch erwiesen: der Islam bzw. seine Vertreter waren in der NS-Periode Bündnispartner des NS-Regimes.

Die Stärke des NS-Regimes hatte u. a. mit der Kombination rüstungstechnisch gewendeter sehr fortschrittlicher Technologien – mit „instrumenteller Vernunft“ (Max Horkheimer) – einerseits und dem im Kern irrational-bösartigen, rein ideologischen, im Grunde nihilistischen Vernichtungswillen zu tun, ein Phänomen, das uns heute wieder als islamischer Terrorismus entgegen tritt. Dieser wird aus rationaler und westlicher Perspektive bagatellisiert, verkannt und völlig unterschätzt, wenn man ihn nicht als genau den Vernichtungswillen begreift, dessen vielköpfiger Ausdruck er ist. Und deshalb ist die Selbstbezeichnung „Islamischer Staat“ sehr präzise und treffend. Der IS verwirklicht den wesenhaften Kernbereich des Islam unmittelbar, und das macht seine Anziehungskraft auf islamische Nihilisten aus.

Es gibt heute ein bemerkenswertes Land, in dem bezüglich des Verhältnisses von Irrationalität und Rationalität dieselbe Struktur wie im damaligen Deutschland verwirklicht ist. Es ist der Iran. Das Land bemühte sich um den Bau einer eigenen Atomwaffe, und es bemüht sich möglicherweise noch immer darum, und sei es in der Weise, daß es naturwisschaftlich-technisch zukünftig schnell dazu in der Lage sein will und sein wird, weil alle Voraussetzungen dafür bereits geschaffen wurden.

Israel und die westliche Welt haben deshalb jeden Grund, die von dort kommenden Drohungen bitter ernst zu nehmen, und ebenso, unabhängig von der subjektiven Seite, die dort bestehenden objektiven Möglichkeiten und Risiken. Es wäre ein großer Fehler, das Denken und Reden von Moslems, wie etwa Mahmud Ahmadinedschad einer ist (s. u.), nicht ernst zu nehmen, so wie man seinerzeit vermutlich den Nürnberger Julius Streicher mit seinem „Völkischen Beobachter“ nicht ernst genommen hat.

Das Irrationale ist das andere der Rationalität. Und es muß von rationaler Seite gerade in seiner Irrationalität, seiner Bösartigkeit, seiner Wahnhaftigkeit, seiner Paradoxie und seiner Absurdität genau so ernst genommen werden wie die logischen Schlußregeln im Reich der Rationalität.

Denn erst dann sind wir ihm gewachsen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mahmud-ahmadinedschad-was-macht-irans-ex-praesident-heute-a-981863.html

http://www.ns-archiv.de/verfolgung/antisemitismus/mufti/in_berlin.php