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Israels Siedler-Gesetz löst scharfe Kritik und Jubel aus

„Jerusalem (dpa) – Die Verabschiedung eines Gesetzes zur nachträglichen Legalisierung israelischer Siedlungen im Westjordanland hat harsche Kritik bei den Palästinensern sowie Jubel bei rechtsreligiösen Israelis ausgelöst.“ (…)

http://www.zeit.de/news/2017-02/07/konflikte-israel-billigt-gesetz-zur-legalisierung-wilder-siedlungen-07083608

und

http://www.n-tv.de/politik/Israels-Siedlergesetz-loest-Entsetzen-aus-article19692070.html

Kommentar GB:

Politisch geht es um die Frage, ob eine – aus westlich-rationalistischer Sicht naheliegende und wünschenswerte – „Zwei-Staaten-Lösung“ in Nahost überhaupt möglich oder nicht möglich ist.

Die Möglichkeit einer solchen Lösung zu bejahen, das liegt für alle westlich geprägten Menschen, also auch für mich, schlicht auf der Hand, und zwar so sehr, daß sie in der Regel nie auf den Gedanken kommen, ihre Denkvoraussetzung könne falsch sein. Sobald man sich aber mit dem Islam näher befaßt, merkt man, daß es eine westlich-rationalistische Fiktion ist, den Islam als rational und damit kompromißfähig wahrzunehmen.

Der Islam ist ein Irrationalismus; er spottet der westlichen Rationalität. Daher gibt es für ihn keine Kompromisse; es gibt sie, wenn überhaupt, dann lediglich als vorübergehende taktische Zugeständnisse, mehr nicht. Und das gilt eben auch für die Idee der Zwei-Staaten-Lösung in Nahost.

Diese Idee sollte von der westlichen Außenpolitik im Wortsinne hinterfragt werden.

Das Ergebnis dieser Bemühung wäre m. E. die Erkenntnis ihrer prinzipiellen Irrealität.

Und das desillusionierte Erkennen der Zwei-Staaten-Lösung als einer Fata Morgana hätte zugleich weitreichende Folgen nicht nur für die Nahost-Politik, sondern für die Islampolitik überhaupt.

Zu einer realitätsgerechten Islampolitik zu gelangen ist der dringend nötige, aber bislang nicht gelungene Durchbruch auf dem Gebiet der Außenpolitik.

Ob sie von Sigmar Gabriel erwartet werden kann?

 

 

 

 

 

 

 

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