Medienspiegel

Scobel: Tod des Feminismus?

Veröffentlicht

Günter Buchholz

Ich weiß nicht, woher sich Herr Scobel, der für seine erfreulicherweise oft, aber nicht immer ausgezeichneten Sendungen bekannt ist, in diesem Fall seine vorbereitenden Informationen über den Feminismus und die Kritik am Feminismus einholen wird, und wen er hierfür nun einladen wird, kann mir beides aber gut vorstellen. Denn er wird ziemlich genau sicher das tun, was frauenpolitisch von ihm erwartet wird. Die Ankündigung seiner Sendung läßt genau das erwarten; s.u. …

Der Tod des Feminismus muß unbedingt dementiert werden, das ist ja klar.

Aber nicht einmal Hitler hat seinen Tod überlebt. Denn wenn dieser Tod sich herum spricht, dann gibt´s keine weiteren Subventionen und Privilegien, und die alten könnten ernsthaft gefährdet sein.

Um diese aber geht es!

Das alles wissen sie, und, nervös geworden, soll diesem Risiko kampagnemäßig entgegen gewirkt werden. Das ist der Zweck der feministischen Themenwoche auf 3sat.

Als Informationsquelle gut für seine zu erwartende Propagandasendung geeignet ist natürlich das homophile Schwesig-Ministerium, als erste Adresse, aber auch die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Gunda Werner – Institut der grünen Böll-Stiftung sowie die Emma-Redaktion, vielleicht noch ergänzt durch die Redaktion von Queer.de wären geeignet, ebenso die Redaktion des Missy-Magazins oder die feministischen Spitzenbesetzungen in den Parteien, angefangen bei Frau Kipping, über Frau Göring-Eckhardt bis hinüber zu Frau von der Leyen und Frau Merkel – aber, na ja, die hat angesichts dieser Albernheiten jetzt mitten in ihrem Schlamassel andere Sorgen, jetzt, mitten in ihrer Merkeldämmerung.

Noch einmal: nein, es geht, auch wenn sich das so anhören mag, nicht um fiktive feministische Luxusprobleme.

Es geht – aber das darf frau natürlich nicht laut sagen – schlicht und wie immer um materielle Interessen, nämlich um:

1. finanzielle Subventionen,

2. um rechtliche Privilegien,

3. um Versorgungsstellen im öffentlichen  Dienst, nicht zuletzt an Hochschulen.

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/190748/index.html