Medienspiegel

Zur heutigen Wahl: Die Urwunde der niederländischen Seele

15.03.2017

Von Leon de Winter

Die derzeitige Stimmung in den Niederlanden ist dem Ausland kaum zu erklären, aber ich will es dennoch versuchen. Zum Verständnis des Heute müssen wir auf das Jahr 2002 zurückblicken, als der so beliebte wie umstrit­tene Politiker Pim Fortuyn ermordet wurde.

http://www.achgut.com/artikel/zur_heutigen_wahl_die_urwunde_der_niederlaendischen_seele

https://deutsch.rt.com/europa/47729-live-ticker-zur-parlamentswahl-niederlande/

Kommentar GB:

Hieraus Zitat:

„20:55 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz erhofft sich eine Niederlage der PVV von Geert Wilders:

Ich hoffe sehr, dass einer der hauptverantwortlichen Hetzer gegen die europäische Zusammenarbeit heute die Wahl verlieren wird“, so Schulz im Rahmen einer SPD-Veranstaltung in Wolfenbüttel.“

Wilders ist (1.) gegen die Islamisierung und hat also die Muslime und ihre islamophilen Dhimmis gegen sich. Wilders ist (2.) gegen die Entdemokratisierung durch Kompetenzzentralisierung in der Brüsseler Eurokratie, und deshalb hat er diese gegen sich, wie Schulz das oben sehr deutlich ausgesprochen hat. Gut zu wissen. (1) + (2) wird medial unverständlicherweise als Rechtspopulismus bezeichnet; ich verstehe das nicht – verstehen Sie das? Was ist daran rechts, was ist verwerflich, und warum?

Islamkritik ist wie alle Religionskritik immer ein sogar konstitutives Anliegen der Linken gewesen. Und das Eintreten für Demokratie, die es historisch eben nur im nationalen Rahmen gab und gibt, ist ebenso ein linkes Anliegen.

Mir scheint, daß wir es hier schlicht mit einem interessegetriebenen Kampfbegriff zu tun haben.

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung für die Anmerkungen de Winters!  – Hierzu ergänzend:

Auf dem Oberdeck wird noch getanzt