Medienspiegel

Bettler vom Balkan in Skandinavien

Veröffentlicht
von Rudolf Hermann, Stockholm 22.4.2017
Zahlreiche Bettler aus Südosteuropa sind im Begriff, überstürzt die norwegische Stadt Bergen zu verlassen. Eine TV-Reportage hat verbreitete Verbindungen zum organisierten Verbrechen offengelegt. Die Bevölkerung ist zornig.

https://www.nzz.ch/panorama/bettler-vom-balkan-in-skandinavien-auszug-aus-dem-land-des-gluecks-ld.1287987

https://www.nzz.ch/international/europa/schweden-und-die-eu-migranten-kein-erbarmen-mit-bettlern-ld.4914?reduced=true

https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/roma-sinti-zigeuner-1.18163686?reduced=true

https://www.nzz.ch/schweiz/wie-ueber-die-roma-berichtet-wird-1.18427603

https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/roma-in-bulgarien-traurig-ist-das-zigeunerleben-ld.137366

weitere links zu Skandinavien:

https://www.nzz.ch/international/europa/starthilfe-fuer-eine-bessere-zukunft-1.18729474

https://www.nzz.ch/international/europa/schweden-ein-gefaehrliches-land-fuer-frauen-1.18729473

Kommentar GB:

(…) „Es wäre eine Aufgabe der EU, in den zumeist südosteuropäischen Länder dafür zu sorgen, daß erste Schritte unternommen werden, um diese alte europäische Minorität auf den Weg zur gesellschaftlichen Integration zu bringen:

„Europäische Minderheitenpolitik

Ein besonderes Thema ist in diesem Zusammenhang die innereuropäische Minderheitenpolitik, speziell mit Blick auf die traditionell als Zigeuner bezeichneten und zeitweilig auf das Schwerste verfolgten Bevölkerungsgruppen. Denn diese müssten vielfach erst einmal sozial integriert und dafür aus ihrer bereits langfristig bestehenden sozialen Isolation und den damit verbundenen unwürdigen Lebensverhältnissen geholt werden. Und das ist aus historischen Gründen ein sehr schwieriges Problem. Die EU wäre bei dieser großen Aufgabe wirklich gefordert, es mit langem Atem in enger Kooperation mit den den hauptsächlich betroffenen Ländern Südosteuropas vor Ort zu lösen, und zwar in einer Entwicklungsperspektive, die mehrere Generationen, vermutlich 3 – 4, übergreifen müsste und die zugleich die betroffenen Menschen als Akteure und Subjekte einbeziehen sollte: Sozialisation, Ausbildung, Bildung, Arbeit und Wohnung sind dabei die Stichworte.

Solange es seitens der europäischen Politik versäumt wird, dieses komplizierte und seit langem bestehende Integrationsproblem so anzugehen, dass wenigstens in der langfristigen Perspektive eine Lösung erwartet werden kann, braucht niemand sich darüber zu wundern, dass es in allen europäischen Ländern immer wieder zu Konflikten mit oder wegen dieser Minderheit kommt. Eine Fortsetzung der Ausgrenzung dieser Minderheit aber wäre inhuman.“ (…)

https://le-bohemien.net/2015/01/09/immigration-aufklaerung-statt-diffamierung/